Michael Schumacher: Jetzt verrät sein langjähriger Manager: „Das Dümmste, was er machen konnte“

Michael Schumacher und sein langjähriger Manager Willi Weber.
Michael Schumacher und sein langjähriger Manager Willi Weber.
Foto: dpa

Über 20 Jahre lang hatte er für Michael Schumacher das Management übernommen. Jetzt packt Willi Weber aus und berichtet den Schumi-Fans, was bisher niemand wusste.

Als Michael Schumacher 1991 die Formel-1-Bühne betrat, war Weber bereits an Schumis Seite. Der Manager betreute den Ausnahme-Piloten rund zwei Jahrzehnte – auch bei seinen größten Erfolgen.

Michael Schumacher: Ex-Manager Willi Weber redet Klartext

2006 trat der siebenmalige Weltmeister von der Königsklasse zurück. Weber blieb vorerst weiterhin sein Manager. Erst als Michael Schumacher 2010 in die Formel 1 zurückkehrte, trennte Weber sich von der Rennsport-Ikone.

Nun schildert der mittlerweile 78-Jährige, warum die Zusammenarbeit zwischen ihm und Michael Schumacher damals endete. „Mit Verlaub gesagt: Das war das Dümmste, was er machen konnte“, sagt Weber „Motorsport Total“ über das Formel-1-Comeback von Schumi bei Mercedes im Jahr 2010.

Willi Weber: „Ich habe ihm gesagt: ‚Du kannst nur noch verlieren‘“

Weber: „Michael hat mir damals gesagt, ihm sei langweilig. Er wollte wieder fahren. Ich habe ihm daraufhin gesagt: ‚Du kannst nur noch verlieren. Du kannst nicht mehr gewinnen. Du hast doch schon alles gewonnen. Du bist der beste Rennfahrer aller Zeiten. Du sitzt auf dem höchsten Thron, den es gibt. Es kann nur noch bergab gehen.‘ Aber er wollte einfach nicht hören.“

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Weber wollte nicht mehr reisen

Die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich eines Formel-1-Comebacks von Michael Schumacher seien jedoch nur einer von zwei Gründen für die Trennung gewesen, so Weber: „Das Zweite war, dass ich nach den Jahren der Abstinenz in der Formel 1 nicht mehr Koffer packen wollte, keinen Jetlag mehr haben wollte, nicht mehr 24 Stunden im Flieger sitzen wollte. Das war mir alles zu viel. Ich habe mir das alles vorgestellt und habe ihm angeboten, dass ich keine Überseerennen mitmache, sondern ich betreue ihn in Europa.“

Darauf wollte Michael Schumacher sich aber nicht einlassen. „Michael kam dann zu mir und hat gesagt: ‚Willi, ich hab's mir überlegt, ich werde mich alleine managen. Ich mache das alles selbst.' Da habe ich gesagt: ‚Michael, auch das ist ein Riesenfehler. Lass es sein!' Aber er meinte: ‚Nein, nein, ich mache das. Wenn du nicht mitgehst, dann mache ich das selbst.'“

Michael Schumacher: F1-Comeback wenig erfolgreich

Für Weber war nach der langen Zusammenarbeit wichtig, dass die Trennung nicht von negativen Emotionen begleitet wird. Der frühere Manager sagte zu Michael Schumacher: „Wenn du unbedingt möchtest, lass uns als Freunde auseinandergehen. Ich habe ihm das Allerbeste gewünscht, was es gibt. Aber ich wusste auch, dass es in die Hose geht.“

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Das ist Michael Schumacher:

  • Michael Schumacher wurde am 3. Januar 1969 in Hürth in NRW geboren
  • Er ist der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte
  • Er hält die Rekorde von sieben Weltmeistertiteln, 91 Siegen, 155 Podestplatzierungen und 77 schnellsten Rennrunden
  • Am 29. Dezember 2013 erlitt Michael Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bei einem Ski-Unfall im französischen Meribel
  • Seitdem wurde nur noch sehr wenig über den Zustand von Michael Schumacher bekannt
  • Lediglich Freunde äußern sich ab und an zu seinem Gesundheitszustand

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Und es ging tatsächlich in die Hose. In seinen drei Saisons bei Mercedes landete Michael Schumacher in der Gesamtwertung auf Platz 9, 8 und 13. Er holte keine einzige Pole Position und landete nur einmal auf dem Podest.

Wie geht es Michael Schumacher?

Die Fans von Michael Schumacher würden nur zu gerne wissen, wir es ihrem großen Motorsport-Idol heutzutage geht. Im Dezember 2013 war Schumi beim Skifahren schlimm gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen.

Seitdem befindet Michael Schumacher sich in medizinischer Rehabilitation. Seine Familie lässt kaum Informationen über seinen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit gelangen.

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Formel-1-Saison vor dem Start

Außerdem fiebern die Formel-1-Fans dem Saisonstart entgegen. Wegen der Corona-Krise wurde der Beginn der Saison 2020 um fast vier Monate nach hinten gelegt. Am 5. Juli soll es in Österreich endlich losgehen.

Wer wird Weltmeister 2020?

Die große Frage der Fans: Wer wird in diesem Jahr Weltmeister? Kann Lewis Hamilton erneut der Konkurrenz davonfahren? Und wie wird Sebastian Vettel mit Ferrari abschneiden?

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Die Rennställe und ihre Piloten 2020:

  • Mercedes: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas
  • Ferrari: Sebastian Vettel, Charles Leclerc
  • Renault: Daniel Ricciardo, Esteban Ocon*
  • Red Bull: Max Verstappen, Alexander Albon
  • Alfa Romeo: Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi
  • Alpha Tauri (vorher Toro Rosso): Pierre Gasly, Daniil Kwjat
  • Williams: George Russell, Nicholas Latifi*
  • Haas: Kevin Magnussen, Romain Grosjean
  • McLaren: Lando Norris, Carlos Sainz

* = Debütant

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Vettel vor letzter Ferrari-Saison

Für Vettel wird es die letzte Saison im Ferrari-Cockpit. Der Vertrag des viermaligen Champions bei der Scuderia läuft am Saisonende aus und wird definitiv nicht verlängert. Für welches Team der Deutsche in der kommenden Saison an den Start geht, ist noch nicht klar.

Steigt Vettel aus der Formel 1 aus?

Manche Experten vermuten, Vettel könne die Formel 1 sogar verlassen. Denn bei den Top-Teams sind beide Plätze für die kommende Saison bereits vergeben. Und es gilt als unwahrscheinlich, dass Vettel sich in einen Mittelklasse-Wagen setzt.

Vettel in die DTM? Insider geht von ganz anderem Plan aus

Wilde Gerüchte über einen möglichen Start in der DTM machen die Runde. Ein Insider ist sich dagegen sicher: Vettel verfolgt einen ganz anderen Plan. Hier die Details >>

Schock für Formel-1-Fans

Unterdessen müssen die deutschen Formel-1-Fans einen schweren Schock hinnehmen. Wie RTL bekannt gab, wird der Sender ab dem kommenden Jahr nicht mehr die Formel 1 übertragen. Nach fast 30 Jahren endet damit eine Ära.

Übertragung trotzdem gesichert

Dennoch können die Fans in Deutschland weiterhin die Formel 1 live verfolgen. Wo, erfährst du hier >>>

Bei Sky bleibt die Formel 1 ihren Fans in Deutschland erhalten. Gilt das etwa auch für Kai Ebel? Der Kult-Reporter soll möglicherweise den Sprung zum Pay-TV-Sender wagen. Mehr dazu hier >>

Sky plant große Offensive

Ohnehin plant der Pay-TV-Anbieter eine große Offensive. Ab dem kommenden Jahr können sich Formel-1-Fans über viele neue Inhalte freuen, wie der Sender verlauten ließ.

Dazu gehört auch ein neuer 24/7-Formel-1-Sender. Mit den neuen Exklusiv-Rechten will der Pay-TV-Anbieter seine Berichterstattung über die Königsklasse des Motorsports weiter ausbauen. (dhe)

 
 

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