Michael Schumacher: Der irre Streit um sein Erbe wird immer verrückter

Michael Schumacher prägte bei Ferrari einst eine Ära.
Michael Schumacher prägte bei Ferrari einst eine Ära.
Foto: imago sportfotodienst

Mit sieben WM-Titeln ist Michael Schumacher der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten. Während die Rennsport-Ikone sich nach dem schlimmen Skiunfall immer noch in medizinischer Reha befindet, entbrennt ein verrückter Streit um sein Erbe.

Im Dezember 2013 war Michael Schumacher beim Skifahren in Meribel (Frankreich) schlimm gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Nach mehreren Monaten im Krankenhaus von Grenoble kehrte er im Sommer 2014 zurück zu seiner Familie in die Schweiz.

Michael Schumacher: Der ewige Ferrari-Held

Seitdem befindet Michael Schumacher sich bei seiner Familie in der Schweiz. Seine Angehörigen kümmern sich um Schumi und sorgen dafür, dass er von der Öffentlichkeit abgeschirmt wird. Vom Formel-1-Zirkus hält Michael Schumacher sich fern.

Dadurch bekommt der mittlerweile 50-Jährige wohl auch nicht den großen Streit um sein Erbe mit, der seit vielen Jahren bei Ferrari entbrennt und kurz vor einem großen Knall steht.

Michael Schumacher: Ferrari sucht den Nachfolger

An die erfolgreiche Zeit mit Michael Schumacher konnte die Scuderia seit dem Schumi-Abgang 2006 nicht mehr anknüpfen. 2007 holte Ferrari mit Kimi Räikkönen seinen bisher letzten WM-Titel.

Jahrelang suchte Ferrari den großen Schumi-Erben. 2015 glaubte die Scuderia dann, dass sie den Schumacher-Nachfolger endlich gefunden hätte, als Sebastian Vettel zu Ferrari wechselte.

Vettel enttäuscht bei Ferrari

Vettel hatte zuvor bei Red Bull vier WM-Titel in Folge eingefahren. Würde der deutsche Pilot bei Ferrari eine ähnliche Ära prägen wie einst Schumacher? Würde Vettel womöglich sogar die großen Schumi-Rekorde knacken?

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Keineswegs! Die Zusammenarbeit zwischen Vettel und Ferrari ist von vielen Missverständnissen und Problemen geprägt. Speziell in diesem Jahr erlebt Vettel mit der Scuderia eine Saison unter dem Motto: Pleiten, Pech und Pannen.

Von den ersten 14 Rennen gewann Vettel kein einziges. Mit 169 Punkten liegt der 32-Jährige auf dem 5. Platz in der Fahrerwertung – meilenweit hinter seinem Erzrivalen Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot führt die Fahrerwertung mit 284 Punkten an.

Leclerc trumpft auf - Vettel droht Sperre

Besonders bitter für Vettel: Sein junger Ferrari-Kollege Charles Leclerc stiehlt Vettel derzeit bei der Scuderia die Show. Der Franzose gewann die beiden vergangenen Rennen und gilt plötzlich als potenzieller Schumi-Nachfolger, während kein Ferrari-Fan mehr auf Vettel setzt.

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Und es kommt noch schlimmer für den Deutschen: Vettel droht nun sogar eine Sperre. Vettel sammelte wegen verschiedener Entgleisungen in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt neun Strafpunkte. Wenn ein Fahrer innerhalb von zwölf Monaten zwölf Strafpunkte kassiert, wird er fürs darauffolgende Rennen gesperrt.

Hier gab’s für Vettel Strafpunkte:

  • Italien-GP 2019: Für seine Kollision mit Lance Stroll bekam Vettel eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe und drei Strafpunkte
  • Kanada-GP 2019: In Montreal bekam Vettel zwei Strafpunkte für das unsichere Zurückkehren auf die Strecke im Kampf gegen Lewis Hamilton.
  • Großbritannien-GP 2019: Für die Kollision mit Max Verstappen gab’s ebenfalls zwei Strafpunkte für Vettel.
  • USA-GP 2018: Vettel fuhr unter roter Flagge zu schnell und kassierte zwei Strafpunkte.

Sollte Vettel bei den drei kommenden Rennen drei weitere Strafpunkte sammeln, wäre er für das darauffolgende Rennen gesperrt. Am 19. Oktober fallen die Strafpunkte aus dem USA-Rennen 2018 aus der Wertung.

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Falls Vettel tatsächlich eine Sperre kassieren sollte, wäre dies der traurige Tiefpunkt seiner Zeit bei Ferrari. Und womöglich wäre es auch ein großer Schritt in Richtung einer Trennung von der Scuderia. (dhe)

 
 

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