Michael Schumacher – Enger Vertrauter verrät: „Er war wie ein trockener Schwamm“

Michael Schumacher ist in den Gedanken und Gebeten von Motorsport-Fans aus aller Welt.
Michael Schumacher ist in den Gedanken und Gebeten von Motorsport-Fans aus aller Welt.
Foto: imago/MIS

Seit mehr als fünf Jahren bangen Motorsport-Fans auf der ganzen Welt um Michael Schumacher.

Die Formel-1-Legende hatte bei einem Skiunfall im Dezember 2013 ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach mehreren Monaten im Krankenhaus befindet Michael Schumacher sich seit Sommer 2014 bei seiner Familie in der Schweiz in medizinischer Rehabilitation.

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Die Fans wünschen sich nichts mehr, als dass es dem siebenmaligen Weltmeister schon bald wieder gut geht. Sie erinnern sich nur zu gerne an die schönen Momente, die Michael Schumacher ihnen in den 1990er Jahren beschert hatte.

Auch Jochen Neerpasch blickt gerne auf diese Zeit zurück. Der 79-Jährige war einer der wichtigsten Förderer der späteren Rennsport-Ikone.

Neerpasch wurde damals von Mercedes damit beauftragt, talentierte Fahrer zu finden. Schließlich war Mercedes drauf und dran, in die Königsklasse einzusteigen.

Michael Schumacher und sein riesiger Ehrgeiz

Dabei hatte Neerpasch drei Fahrer ganz besonders auf dem Schirm: Formel-3-Champion Karl Wendlinger sowie die beiden punktgleichen Piloten Heinz-Harald Frentzen und eben Michael Schumacher.

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Diese drei Fahrer hätten alle über ein riesiges Talent verfügt. Doch Schumis unbändiger Ehrgeiz beeindruckte Neerpasch damals so sehr. „Alle drei waren schnell“, sagt Neerpasch dem „kicker“: „Aber Michael hat nichts anderes im Kopf gehabt als Autorennen.“

Schumi habe wie ein Besessener gearbeitet. „Er saugte alles Wissenswerte rund um das Auto, die Technik, die Strategie, das Verhaltens der Autos während der Rennen auf“, so Neerpasch: „Er war wie ein trockener Schwamm, der ins Wasser gehalten wird.“

„Schumacher wäre im Silberpfeil Weltmeister geworden“

Das Mercedes-Vorhaben eines Formel-1-Einstiegs ließ der damalige Vorstand platzen, was Neerpasch heute noch wurmt: „Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Organisation eine gute Figur in der Formel 1 gemacht hätten.“

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Neerpasch ist sich sicher: „Schumacher wäre im Silberpfeil Weltmeister geworden.“

Stattdessen gelang Schumi 1991 im Jordan-Rennstall der Sprung in die Formel 1. Bei Benetton und Ferrari holte in den darauffolgenden Jahren sieben WM-Titel. (dhe)

 
 

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