Michael Schumacher: Seine Managerin durfte sechs Monate lang keinen Kontakt zu ihm haben

Michael Schumacher und Sabine Kehm.
Michael Schumacher und Sabine Kehm.
Foto: dpa

Michael Schumacher gehört für immer zu den großen deutschen Sportlegenden. Der Kerpener wurde als erster Deutscher Weltmeister der Formel 1, hält bis heute zahlreiche Rekorde. Sein wichtigster Rekord: sieben WM-Titel.

Doch seit seinem schweren Ski-Unfall im Jahr 2013 hat Schumacher sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Auch anlässlich seines 50. Geburtstags Anfang Januar gab es nur ein knappes Statement seiner Familie.

Michael Schumacher: Managerin erzählt vom Privatmensch

Neben seiner Familie kennt kaum jemand Schumacher so gut wie seine Managerin Sabine Kehm. Sie lernte Schumacher 1994 beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim kennen. Die damals 29-Jährige Journalistin war nur wenige Jahre älter als Schumacher und wurde schnell die Pressesprecherin des Rennfahrers.

"Schumi" ist 50!

Der legendäre Formel-1-Pilot lebt seit seinem schweren Skiunfall abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Zu seinem 50. Geburtstag teilte Schumachers Familie mit, Michael sei "in den besten Händen".
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Seitdem vertritt sie Schumacher und dessen Familie nach außen. In „F1 Podcast“ gab Kehm nun seltene Einblicke in ihre Arbeit mit dem Rekordchampion. „Michael war immer schon eine warmherzige Person. Aber das wollte er nicht nach außen zeigen, weil er das Gefühl hatte, es würde seiner Wettbewerbsfähigkeit schaden - zumindest nach außen.“

Image des Ehrgeizlings falsch

Damit spielt Kehm darauf an, dass Schumacher lange das Image eines ehrgeizigen aber kühlen Rennfahrers hatte. Kehm erzählt von einem anderen Schumacher. Der habe sie sogar darum gebeten, die Geburtstage einzelner Ferrari-Mitarbeiter herauszufinden. Außerdem wollte er ihnen immer wohlüberlegte und besondere Geschenke machen.

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Schumacher sei sehr treu, habe viele Freunde noch aus seiner Kindheit. Seine Familie sei ihm immer besonders wichtig gewesen: „Wenn er heimkam, war die Formel 1 weit weg, und das brauchte er. Seine Familie war schon immer seine Aufladestation.“

Die Familie sei ihm auch heute immer noch besonders wichtig, so Kehm: „Michael hatte immer seine Familie. Corinna und er, sie waren so ein perfektes Paar. Und sie sind immer noch ein perfektes Paar.

Schumacher wollte sechs Monate lang nicht von seiner Managerin hören

Das habe sich auch 2006 gezeigt, als Schumacher überraschend seine Karriere in der Formel 1 beendete. Der Rekordweltmeister griff damals zu einer radikalen Maßnahme: „Er sah mich an und sagte: Bitte ruf mich das nächste halbe Jahr nicht mehr an. Ich bin für nichts verfügbar.“ Schumacher wollte offenbar Zeit für seine Familie. Kehm erzählt: „Nach seinem Rücktritt sagte er: 'Weil Corinna sich so sehr in den Dienst meiner Leidenschaft stellte, will ich ihr das zurückgeben und ihr meine Zeit widmen.'“ Und das machte er auch.“

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Schumacher habe den Rücktritt damals offenbar sehr ernst gemeint. Eine Rückkehr in die Formel 1 sei nicht geplant gewesen. 2010 kehrte Schumacher trotzdem für drei Jahre zurück. Allerdings war seine zweite Karriere wenig erfolgreich. Im teaminternen Duell mit seinem 16 Jahre jüngeren Teamkollegen Nico Rosberg zog er stets den Kürzeren.

Mit Rosberg hatte Schumacher allerdings auch einen extrem talentierten Kollegen. Der Deutsche lieferte sich später packende Duelle mit Schumachers Nachfolger, Ausnahmetalent Lewis Hamilton. Während Hamilton Rosberg 2015 noch knapp schlagen konnte, holte der Deutsche sich 2016 den Titel. (fel)

 
 

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