Michael Schumacher: Weggefährte schonungslos offen: „Haben dem Affen Zucker gegeben“

Seine Fans würden nur zu gerne wissen, wie es Michael Schumacher heute geht.
Seine Fans würden nur zu gerne wissen, wie es Michael Schumacher heute geht.
Foto: imago/Sven Simon

In Sachen Michael Schumacher sind diese Ausführungen eine deutliche Ansage.

Weit mehr als ein Jahrzehnt lang hatte Michael Schumacher in der Formel 1 eine ganze Nation in seinen Bann gezogen. Nun sehnt die ganze Nation sich seit Jahren nach einem Lebenszeichen der Motorsport-Legende.

Michael Schumacher: Vorwürfe an RTL

Seit seinem schlimmen Skiunfall im Dezember 2013 befindet Michael Schumacher sich immer noch in medizinischer Rehabilitation. Informationen zu seinem Gesundheitszustand lässt die Schumi-Familie nicht an die Öffentlichkeit dringen.

Ein Thema beschäftigt die Formel-1-Fans allerdings nach wie vor. Es geht um den Vorwurf, RTL habe zu den Glanzzeiten von Michael Schumacher in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren „Schumi-TV“ betrieben. Heißt: RTL soll viel zu einseitig berichtet haben.

RTL-Moderator Florian begleitete Michael Schumacher in der Formel 1 jahrelang und bezieht in der Causa „Schumi-TV“ nun klar Stellung.

König: „Wir haben dem Affen Zucker gegeben“

„Wenn ich das mal so formulieren darf: Wir haben uns natürlich wahnsinnig auf Michael Schumacher konzentriert“, sagt König im Podcast „Starting Grid“: „Das war aber auch der Wunsch der Zuschauer. Alleine schon die Einschaltquoten damals! Es war in der Saison 2000 oder 2001, da hatten wir über zehn Millionen Zuschauer im Schnitt.“

König weiter: „Die Leute haben wegen Michael Schumacher geguckt. Alle 14 Tage gab’s dann die deutsche Hymne, und unser Michael, der fuhr am besten. Darauf hatten die Fans sich gefreut. Wir haben dem Affen Zucker gegeben.“

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Der RTL-Moderator muss zugeben: „Im Rückblick waren wir damals thematisch zu spitz. Wir haben zu wenig über die anderen berichtet, vielleicht auch nicht fair genug über seine Konkurrenz berichtet. Ich bedaure das aber auch nicht. Das war halt damals so, und das war aus meiner Sicht auch richtig so. Vielleicht waren wir von den Erfolgen von Michael Schumacher selbst so berauscht, dass wir es nicht besser wussten. Und bei den Quotenerfolgen haben wir dann auch nicht hinterfragt. Heute würden wir es vielleicht ein bisschen anderes machen.“

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Hill zu Unrecht der Böse

Was König ein wenig ärgert: Schumachers großer Konkurrent Damon Hill kam in der deutschen Berichterstattung damals zu schlecht weg. „Damon Hill war damals der Gegenspieler, der Böse. Das war damals das Narrativ“, erinnert König sich: „Doch Damon ist alles andere als böse. Das ist ein feiner Kerl, ein nachdenklicher Mensch. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Er ist Kollege beim englischen Sender Sky. Wir gehen ab und zu mal Golf spielen. Da haben wir schon sehr schwarz-weiß berichtet. Die Menschen in Deutschland haben das genau so nachgefragt.“

Formel 1 nach Schumi

Auch nach der glorreichen Zeit von Michael Schumacher hatte die Formel 1 mit Sebastian Vettel einen erfolgreichen deutschen Fahrer. Viermal holte der Heppenheimer den WM-Titel. Als Vettel seine dominante Ära hatte, gab es allerdings deutlich weniger Vorwürfe an RTL, der Sender würde zu einseitig berichten.

Ferrari sehnt sich nach Schumi-Ära

Speziell Ferrari sehnt sich nach den erfolgreichen Zeiten mit Michael Schumacher. Denn seit Schumi die Scuderia 2006 verließ, ging es für den Rennstall steil bergab. In den vergangenen Jahren fuhr Ferrari der Konkurrenz weit hinterher. (dhe)

 
 

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