Michael Schumacher: Schumis traurigster Sieg

Für Michael Schumacher ist der 20. April ein besonders trauriger Tag.
Für Michael Schumacher ist der 20. April ein besonders trauriger Tag.
Foto: imago/Crash Media Group

Der 20. April ist für die Fans von Michael Schumacher kein Tag wie jeder andere.

Nur zu gut erinnern sie sich an den 20. April 2003, als Michael Schumacher den wohl traurigsten Sieg seiner Karriere einfuhr. Beim Großen Preis von San Marino fuhr Schumi der Konkurrenz meilenweit davon. Doch sein Sieg wurde an diesem Tag zur Nebensache.

Michael Schumacher: Sein traurigster Sieg

Denn wenige Stunden zuvor war seine Mutter Elisabeth im Alter von 55 Jahren verstorben. Nach dem Qualifying war Michael Schumacher mit seinem Bruder Ralf sofort von Imola nach Köln geflogen. Als die traurige Nachricht Gewissheit war, stellte die Formel 1 die beiden Brüder zunächst für das weitere Rennwochenende frei. Doch Michael und Ralf wollten unbedingt an den Start gehen.

In den ersten drei Rennen der Saison 2003 war Michael Schumacher noch nicht richtig in Fahrt gekommen. In Imola platzte dann sein Knoten – trotz der traurigen Nachricht aus seiner Heimat. Auch Bruder Ralf fuhr vorne mit und wurde Vierter.

Michael Schumacher weinte trotz seines Sieges

Bei der Siegerehrung konnte Michael Schumacher sich die eine oder andere Träne nicht verdrücken. Nach Feiern war dem Formel-1-Helden an diesem Tag nun wahrlich nicht zumute.

Die anschließende Pressekonferenz fand ohne Michael Schumacher statt. Der Ferrari-Star war zu niedergeschlagen, um vor den laufenden Kameras zu sprechen.

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Sein damaliger Teamchef Jean Todt sagte: „Für Michael war es unfassbar schwierig. Aber er wollte dieses Rennen unbedingt fahren. Er hat eine fantastische Arbeit für das gesamte Team geleistet. Und das zeigt, was er für ein Mensch ist. Das ist wohl das Wichtigste heute.“

Das Imola-Drama von 1994

Es war nicht das einzige Rennen in Imola, bei dem Michael Schumacher trotz eines Sieges bittere Tränen weinte. Am 1. Mai 1994 gewann Schumi ebenfalls in San Marino, doch auch damals wurde das Renngeschehen zur Nebensache.

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Bei jenem Rennen kam Ayrton Senna um Leben. Der Brasilianer war nicht nur für Michael Schumacher ein großes Vorbild, sondern für Sportfans auf der ganzen Welt.

Wann geht es endlich weiter?

Der Saisonauftakt in der Formel 1 ist wegen der Corona-Krise immer wieder verschoben worden. Jetzt gibt es jedoch Hoffnung für die Fans. Aktuell sieht es so aus, als könnte die Formel 1 im Juli in Österreich an den Start gehen. (dhe)

 
 

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