Michael Schumacher – schlimme Vorwürfe! Ex-Manager kontert „blödes Geschwätz“ und packt aus: „Davon habe ich ihm abgeraten“

Michael Schumacher: So dramatisch holte er seinen ersten WM-Titel

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Seit mehr als fünf Jahren stellen Motorsport-Fans auf der ganzen Welt sich eine große Frage: Wie geht es Michael Schumacher?

Die Formel-1-Legende war bei einem Skiunfall in Frankreich im Dezember 2013 schlimm gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Nach mehreren Monaten im Krankenhaus von Grenoble war Michael Schumacher im Sommer 2014 zu seiner Familie zurückgekehrt und befindet sich seitdem dort in medizinischer Rehabilitation.

Michael Schumacher: Vorwürfe von Ecclestone

Fans des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters würden nur zu gerne wissen, wie es ihrem Helden geht. Doch die Familie von Michael Schumacher lässt kaum Informationen über den Gesundheitszustand des 50-Jährigen an die Öffentlichkeit.

Was die Fans hingegen nicht hören wollen, sind fiese Anschuldigungen gegen ihre Rennsport-Ikone. Ebene solche Anschuldigungen waren in der vergangenen Woche von Bernie Ecclestone gekommen.

Der frühere Chef-Vermarkter der Königsklasse hatte Michael Schumacher für dessen Besessenheit scharf kritisiert. Skandale wie in Adelaide 1994, Jerez 1996 oder Monte Carlo 2006 wären nicht die Publicity gewesen, „die wir wollten“, sagte Ecclestone im Gespräch mit „Auto Bild motorsport“.

Weber wehrt sich gegen Vorwürfe

Schumis ehemaliger Manager wollte diese Vorwürfe nicht einfach so unkommentiert im Raum stehen lassen. Dem „Express“ sagte Willi Weber: „Das ist blödes Geschwätz von Ecclestone.“

Weber weiter: „Du musst als Rennfahrer ans Limit gehen und manchmal auch darüber hinaus. Das wusste keiner besser als Michael, der so zum erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten geworden ist. Und das weiß auch Bernie.“

Während Schumis aktiver Zeit als Rennfahrer habe Ecclestone sich mit den Erfolgen der Formel-1-Legende „die Taschen vollgemacht“. Dass der Brite nun gegen den wehrlosen Schumacher nachtritt, findet Weber „stillos. Nachtreten macht man grundsätzlich nicht. Die Jahre, wo Michael in der Formel 1 war, hat er sie in eine ganz andere Position gebracht, wo sie nie war und vielleicht nie wieder sein wird.“

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Michael Schumacher: Das sind seine größten Erfolge

  • Sieben Weltmeistertitel (1994, 1995, 2000-2004)
  • 91 GP-Siege
  • 1566 WM-Punkte
  • Weltsportler des Jahres (2002)

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Im Gespräch mit „Motorsport Total“ legt Weber nach: „Ich hätte das von Bernie nicht erwartet. Es ist völlig unsachlich, wenn er so etwas sagt.“

Weber: „Ich habe Michael davon abgeraten“

Zumindest bei einem Thema waren Ecclestone und Weber einer Meinung: Das Comeback von Michael Schumacher im Jahr 2010 war keine gute Idee. Ecclestone zu Schumis Rückkehr: „Es war gut für die Formel 1, weniger gut für ihn. Aber das meinte ich mit den Limits, die er für sich nicht kannte.“

Weber sieht es ähnlich: „Ich habe Michael davon abgeraten und ihm ganz klar gesagt, dass er damit meiner Meinung nach nichts gewinnen kann, sondern nur verlieren. Ob er jetzt ein achtes Mal Weltmeister wird oder nicht, interessiert im Grunde genommen niemanden. Aber das Risiko ist sehr hoch.“

„Es hat alles nichts genützt“

Nach ersten Gesprächen mit Mercedes-Teamchef Ross Brawn sei Schumacher damals sofort überzeugt gewesen. Weber: „Er hat nicht locker gelassen. Er hat gesagt: 'Was soll ich machen? Mir ist langweilig. Ich will fahren.' Ich habe ihm gesagt: 'Mach's nicht!' Ich war strikt dagegen und habe ihm das auch gesagt. Es hat alles nichts genützt.“

Weber weiter: „Er hat sich nur nochmal vergewissert, was sein Manager dazu sagt. Der hat ihm gesagt: 'Keine gute Idee, du kannst nur verlieren.' Und es war ja auch so. Wirklich schade, wie die drei Jahre gelaufen sind. Es hat mir so leidgetan. Aber was soll ich machen? Ich kann ihm ja keine Fußfessel umschnallen.“ (dhe)

 
 

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