Essen

Michael Schumacher – sein früherer Boss Flavio Briatore verrät: „Niemand hat an ihn geglaubt“

Michael Schumacher und Flavio Briatore arbeiteten jahrelang Seite an Seite bei Benetton.
Michael Schumacher und Flavio Briatore arbeiteten jahrelang Seite an Seite bei Benetton.
Foto: imago sportfotodienst

Essen. Fast fünf Jahre ist es her, dass Michael Schumacher sich bei einem Skiunfall in Frankreich schwer verletzte.

Am 29. Dezember 2013 stürzte Michael Schumacher in Meribel und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister wurde im Universitätsklinikum in Grenoble behandelt. Seit Juni 2014 befindet er sich bei seiner Familie in medizinischer Rehabilitation.

Michael Schumacher – Flavio Briatore redet über seinen Schützling

Die Fans von Michael Schumacher machen sich seitdem große Sorgen um ihr Idol. Peinlich genau achtet die Familie des 49-Jährigen darauf, dass keine Informationen über den Gesundheitszustand der Motorsport-Ikone an die Öffentlichkeit gelangen.

Nun äußert Flavio Briatore sich zu Michael Schumacher. Der frühere Teamchef der Rennsport-Legende spricht über Schumis Anfangsjahre in der Formel 1.

+++ Borussia Dortmund: Trainer von Champions-League-Gegner festgenommen! +++

„Niemand hat an Michael Schumacher geglaubt“, verrät Briatore in Nico Rosbergs Podcast „Beyond Victory“. Briatore weiter: „Sie sagten alle, Michael Schumacher sei nicht gut genug, er sei zu jung, er sei zu dies und das. Aber ich war so sicher, dass sie irgendwann alle gesagt haben: ‚Dann nimm ihn halt unter Vertrag.‘“

Michael Schumacher führte Benetton zu Erfolgen

Das Angebot von Benetton nahm Michael Schumacher sofort an. Briatore: „Ich habe ihm den Vertrag geschickt, und noch um drei oder vier Uhr morgens haben wir unterschrieben.“

+++ Michael Schumacher: Steht die Familie jetzt vor einer großen Veränderung? +++

Für den Benetton-Rennstall war Michael Schumacher der ganz große Glücksgriff. 1994 und 1995 holte Schumi den WM-Titel im blauen Benetton-Boliden.

Was an Michael Schumacher so besonders war

Briatore erklärt, was an Michael Schumacher so besonders war: „Er hat sich nie beschwert. Wenn es ein Problem am Wagen gab, hat er nach Möglichkeiten gesucht, um das Problem zu lösen. Andere Fahrer hätten einfach behauptet, dass das Auto scheiße ist.“

+++ FC Schalke 04: Ultras Gelsenkirchen starten große Petition – das steckt dahinter +++

Nach dem Wechsel von Michael Schumacher zu Ferrari brach Benetton zusammen, und Briatore zog sich 1997 aus dem Rennzirkus zurück. 2001 feierte er sein Comeback bei Benetton - mit Erfolg. 2005 und 2006 holte er mit Fernando Alonso den WM-Titel.

Wirbel um Flavio Briatore

Flavio Briatore war einer der geschicktesten, aber auch einer der umstrittensten Akteure in der Formel-1-Geschichte. Ende 2009 musste der Italiener bei Benetton zurücktreten, weil bekannt wurde, dass er mit Chefingenieur Pat Symonds 2008 den Großen Preis von Singapur durch einen angeordneten Unfall des eigenen Fahrers Nelson Piquet jr. manipuliert hatte.

+++ Beim FC Schalke 04 verrät Youngster McKennie über Coach Tedesco: „Das zeigt, was für eine Art Mensch er ist“ +++

Der Internationale Automobilverband (FIA) sperrte Briatore daraufhin auf Lebenszeit. 2010 einigten Briatore und FIA sich auf eine Sperre bis Ende 2012.

Flavio Briatore, der Lebemann

Briatore geriet auch außerhalb der Formel 1 immer wieder in die Schlagzeilen. Der Italiener wurde ein ums andere Mal seinem Playboy-Ruf gerecht. So hatte er unter anderem Beziehungen mit den Supermodels Naomi Campbell und Heidi Klum. Mit Heidi Klum hat Briatore eine gemeinsame Tochter. Das Paar trennte sich, als Heidi Klum schwanger war.

 
 

EURE FAVORITEN