Oberhausen

Kein deutscher Pass: Warum die Lüge von Box-Weltmeister Manuel Charr unnötig war

Manuel Charr.
Manuel Charr.
Foto: dpa

Oberhausen. Die Geschichte des Manuel Charr ist eine ganz besondere. Vor 33 Jahren wurde er im vom Bürgerkrieg zerrütteten Libanon geboren. Als Fünfjähriger floh er mit seiner Mutter und fünf Geschwistern nach Deutschland.

Vor zwei Jahren erlitt er eine lebensgefährliche Schusswunde. Und nur wenige Monate nach der Operation gewann er mit zwei künstlichen Hüften am Samstag in Oberhausen den vakanten Titel der WBA. Auch wenn sein russischer Gegner Ustinov drittklassig und Charr selbst nur zweitklassig boxte, ist sein Sieg nicht alltäglich.

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Leider hat Charr nach seinem Sieg einen unnötigen Fehler begangen. Er ließ sich als deutscher Nachfolger von Max Schmeling feiern und wollte seinen WM-Gürtel gern persönlich Bundeskanzlerin Merkel übergeben.

Dass sich Charr als Deutscher fühlt, soll überhaupt nicht bezweifelt werden. Aber seine Lüge macht ihn angreifbar. Man kann auch ohne deutschen Pass zum Publikumsliebling in Deutschland werden. Die Klitschko-Brüder haben es bewiesen.

 

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