Handball WM 2019: Andreas Wolff teilt gegen ZDF-Reporter aus – über diese Szene schimpfen die Kroaten

Andreas Wolff verteidigte nach dem Sieg von Deutschland gegen Kroatien bei der Handball WM 2019 seinen Teamkollegen vom THW Kiel, Dumagoj Duvnjak.
Andreas Wolff verteidigte nach dem Sieg von Deutschland gegen Kroatien bei der Handball WM 2019 seinen Teamkollegen vom THW Kiel, Dumagoj Duvnjak.
Foto: imago

Köln. Was für ein Krimi in Köln: Deutschland schlägt Kroatien am Montagabend mit 22:21 (11:11) und steht jetzt im Halbfinale der Handball WM 2019. Eigentlich ein Grund zur Freude.

Doch DHB-Torhüter Andreas Wolff regte sich nach der Partie reichlich auf. Grund dafür war ein Interview, das ein ZDF-Reporter direkt nach dem Spiel mit Domagoj Duvnjak führte.

Handball WM 2019: Duvnjak bezeichnet die Niederlage als „lächerlich“ - ZDF-Reporter hakt nach

Vor dem Mikrofon bezeichnete der Kroate die Niederlage gegen Deutschland als „lächerlich“. „Das war ein brutal schweres Spiel“, aber „wir haben nicht verdient verloren“, fand Duvnjak.

Unklar war jedoch, was der Kroate als lächerlich empfand. Also hakte der ZDF-Reporter nach: Ob er die Schiedsrichter-Leistung oder den Spielplan kritisiere. Schließlich mussten die Kroaten gleich einen Tag nach der Niederlage gegen Brasilien gegen Deutschland ran – die Deutschen hatten einen Tag Pause dazwischen.

Domagoj Duvnjak ließ das unkommentiert.

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Andreas Wolff kritisiert ZDF-Reporter

Deutschland-Torwart Andreas Wolff konnte über das Interview gar nicht lachen. Er stand dem ZDF gleich nach Duvnjak Rede und Antwort und sprang seinem Teamkollegen vom THW Kiel zur Seite.

Auf die Frage, ob er den Kroaten nach dem Spiel habe trösten können, sagte Wolff: „Ja, er hat Pech gehabt. Sie haben mit 4:0 Punkten die Vorrunde abgeschlossen. Dann muss er sich auch noch, ich habe das gerade im Ohr gehört, so blöde Fragen gefallen lassen“, holte der Torwart aus.

„Wenn man dann auch noch so einen an die Backe gelabert bekommt...“

Es gäbe nichts Schlimmeres für einen Sportler, als trotz so einer idealen Ausgangsposition so unglücklich zu verlieren. „Wenn man dann auch noch so einen an die Backe gelabert bekommt, dann ist natürlich klar, dass die Frustration auch so umschlägt“, keilte Wolff.

Erst danach schwang seine Wut in Freude über den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale der WM um. Das wolle man an diesem Tag ausgelassen feiern. Doch danach gehe es für das Team beim sportlich unbedeutenden Spiel gegen Spanien (Mittwoch, 20.30 Uhr) darum, den Wettbewerbsmodus aufrecht zu erhalten, um den Faden vor dem Halbfinale nicht zu verlieren.

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Kroatiens Nationaltrainer Lino Cervar: „Das war Betrug!“

Duvnjak ist nicht der einzige, der das Ergebnis unfair findet. Sein Nationaltrainer Lino Cervar setzt noch einen drauf, bezichtigt das dänische Schiedsrichtergespann sogar des Betrugs. Er sagt: „Die Schiedsrichter haben ihren Job nicht gut gemacht heute. Unser Team hatte heute nicht die gleichen Chancen wie Deutschland. Das ist die dritte WM, bei der wir um unsere Chance betrogen wurden.“

Im Interview mit dem kroatischen Portal „24 Sata“ ging er sogar noch einen Schritt weiter und fordert: „Diese Schiedsrichter müssen sanktioniert und ausgeschlossen werden. Sie haben keinen moralischen Wert, das ist ein Betrug.“ Der 68-Jährige spielt vor allem auf die Situation kurz vor Ende der Partie an: Die Schiedsrichter entschieden bei Stand von 20:21 aus deutscher Sicht auf ein Stürmerfoul gegen Kroatien – eine harte Entscheidung.

Dieser Pfiff kostete den Kroaten womöglich den Einzug ins Halbfinale. Trotz einer verbleibenden Partie hat das Team keine Chance mehr, die K.o.-Phase noch zu erreichen.

Schock-Diagnose bei Strobel

Das deutsche Team hingegen ist bereits qualifiziert, muss für den Rest der Handball WM 2019 aber auf Martin Strobel verzichten. Der hat sich in der Anfangsphase der Partie gegen Kroatien schwer verletzt.

Die schlimmsten Befürchtungen über seine Verletzung haben sich bestätigt. Alles zur Schock-Diagnose des Spielmachers erfährst du hier >> (mit cs)

 
 

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