Formel 1: Schock für Sebastian Vettel – Schummel-Vorwürfe gegen Ferrari

Formel 1: Mal wieder schlechte Neuigkeiten für Sebastian Vettel und Ferrari.
Formel 1: Mal wieder schlechte Neuigkeiten für Sebastian Vettel und Ferrari.
Foto: imago images/Kolvenbach

Als wäre der Saisonstart der Formel 1 für Sebastian Vettel und Ferrari nicht schon ernüchternd genug gewesen, muss sich das Team jetzt auch noch mit alten Schummel-Vorwürfen herumschlagen, die wieder hochkommen.

Die anderen Formel 1 Teams sind sich sicher: Ferraris schlechte Leistungen sind auch ein Beweis, dass bei Scuderia in der Vergangenheit nicht immer alles mit rechten Dingen zuging.

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Dass Ferrari in der neuen Saison einige Probleme haben würde, zeichnete sich bereits in den Trainingsrunden in Barcelona im Februar ab. Auch die Zeiten, die das Duo Vettel/Leclerc in Österreich hinlegten, zeugten nicht gerade von Konkurrenzfähigkeit. Und dennoch: Charles Leclerc fuhr irgendwie auf Platz 2 und bescherte den Roten unerwarteten Jubel.

Allerdings nicht lange, denn im Nachgang des Rennens in Spielberg kochten alte Gerüchte wieder hoch. Kurzer Rückblick: Ferrari hatte 2019 immer wieder in der Kritik gestanden, weil die Motoren der Italiener angeblich gegen die Regularien verstoßen hatten. Sieben Rennställe, darunter Red Bull und Mercedes, hatten dagegen geklagt.

Schlussendlich entschied die FIA in einer nebulösen Mitteilung, dass man nach einer gründlichen Untersuchung mit dem Traditionsrennstall eine Einigung erreicht habe. Wobei es sich dabei genau handelte und auf welchen Erkenntnissen diese Einigung aufbaute, wurde nicht verraten. Die klagenden Teams waren außer sich. (Hier mehr zu den Betrugsvorwürfen >>>)

Bis heute schweigen FIA und Ferrari darüber, doch für die Teams um Red Bull sind die Ergebnisse aus Spielberg der ultimative Beweis für den Betrug. Auf einer Strecke, auf der Vettel und Leclerc im letzten Jahr ihren Konkurrenten besonders auf den Geraden enorm viel Zeit abnahmen, war der neue SF1000 ein Jahr später um bis zu einer Sekunde langsamer.

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Interessant: Auch die Ferrari-Kundenteams um Alfa Romeo und Haas hatten mit denselben Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen.

Update soll bald einsatzbereit sein

Ferrari selbst wird die Diskussion wohl erneut unter den Teppich kehren. Ohnehin hat die Scuderia ganz andere Probleme. Der Podiumsplatz von Leclerc konnte nicht über die technischen Mängel hinwegtäuschen, der 22-Jährige sprach selbst von einer Überraschung.

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Anders als beispielsweise Mercedes, hatte der Ferrari-Bolide in Österreich keine technischen Updates im Vergleich zum Frühjahr. Sämtliche Änderungen hatte die Technik-Crew über den Haufen geworfen. Neue Änderungen sollen im kommenden Rennen oder spätestens in Ungarn an den Start gehen.

Dann wird sich zeigen, ob auch Sebastian Vettel in seinem letzten Jahr bei den Italienern nochmal vorne mitfahren kann oder im Mittelmaß versinkt. (mh)

 
 

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