Formel 1: Teamkollege spricht über Rücktritt von Sebastian Vettel

Sebastian Vettel durchlebt aktuell die härteste Saison seiner Formel-1-Karriere.
Sebastian Vettel durchlebt aktuell die härteste Saison seiner Formel-1-Karriere.
Foto: dpa

Maranello. Sebastian Vettel erlebt aktuell das vielleicht schwierigste Jahr seiner Karriere in der Formel 1. Der vierfache Weltmeister fährt seit Wochen hinterher, sein Dauerrivale Lewis Hamilton ist längst enteilt. Die Chancen auf den fünften Titel haben sich nach nicht einmal der Hälfte der Saison bereits zerschlagen.

Und für Vettel fast noch schlimmer: Teamkollege Charles Leclerc stiehlt dem erfahrenen Deutschen regelmäßig die Show, fuhr beim GP von Österreich sogar auf die Pole Position. Leclerc ist zehn Jahre jünger als Vettel und gilt neben Max Verstappen als größtes Talent der Rennserie.

Sebastian Vettel maulte zuletzt auffällig laut über die Formel 1

Vettel maulte vor wenigen Wochen sogar so sehr über den Zustand der Formel 1, dass Gerüchte über den Rücktritt des Heppenheimers aufkamen.

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„Ich habe darüber nachgedacht, dass ich Rennsport wirklich liebe. Ich bin ein Purist, denke gerne zurück an die alten Zeiten, die alten Autos, die alten Fahrer. Es ist eine Ehre, wenn man die Chance hat, sie zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Sie sind Helden, auf eine gewisse Art. Ich wünschte mir, ich wäre gut darin, das zu machen, was ich mache – aber lieber in ihrer Zeit als heute. Es geht mir nicht um die Entscheidung heute, es gab auch andere. Ich höre nur die Formulierungen, die wir mittlerweile am Funk benutzen. Diese offizielle Sprache. Ich finde das alles falsch“, so Vettel. Diese wurden allerdings schnell zurückgewiesen.

Leclerc glaubt nicht an Vettel-Rücktritt, aber...

Nun äußert sich auch Vettel aufstrebender Teamkollege Leclerc gegenüber „Sport Bild“ zu den Gerüchten: „Ich sehe nicht kommen, dass er aufhört. Ich kann nicht für ihn sprechen, aber er wirkt motivierter als je zuvor, er arbeitet sehr hart, um das Beste für das Team und sich herauszuholen.“

Gleichzeitig stellt Leclerc aber auch klar, dass er sich Vettel nicht unterordnen wird: „Ich respektiere Seb, wie ich jeden Fahrer respektiere, aber manchmal muss ich Entscheidungen treffen, die gut für mich sind, weil ich mein Rennen fahren muss.“ Auf Sebastian Vettel, der am Mittwoch seinen 32.Geburtstag feiert, kommen also harte Zeiten zu.

Vettel fährt bereits seit 2015 für Ferrari. Nur 2018 konnte der Deutsche aber zwischenzeitlich um den Titel mitfahren. Nach der Sommerpause brachen Vettel und Ferrari allerdings derart ein, dass Hamilton auch 2018 bereits frühzeitig als Weltmeister feststand.

 
 

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