Formel 1: Taifun sorgt für ungewöhnliche Situation – Kachelmann wird deutlich

Droht das Formel-1-Rennen in Suzuka wegen eines tropischen Wirbelsturms auszufallen?
Droht das Formel-1-Rennen in Suzuka wegen eines tropischen Wirbelsturms auszufallen?

Suzuka. Die Formel-1-Saison 2019 hat viele Fans der Motorsport-Serie enttäuscht. Wieder einmal rast Mercedes-Pilot Lewis Hamilton allen davon - genau so, wie das in fünf der vergangenen sechs Jahre. Einzig 2016 konnte Teamkollege Nico Rosberg den Briten schlagen.

Schon beim Rennen am kommenden Wochenende in Suzuka könnte der Brite seinen sechsten WM-Titel klar machen.

Doch Taifun Hagibis besorgt aktuell die Fahrer und Rennställe in der Formel 1. Denn der tropische Sturm bewegt sich mit hohen Windgeschwindigkeiten durch den Westpazifik. Ende kommender Woche könnte er sogar zum Super-Taifun hochgestuft werden. Dann liegen die Windgeschwindigkeiten von Hagibis wohl bei mehr als 200 Stundenkilometern.

Formel 1: Tropischer Super-Taifun könnte Rennen gefährden

Und nach aktuellen Berechnungen würde er die japanische Hauptinsel Honshu ausgerechnet am Wochenende des möglicherweise entscheidenden WM-Rennens treffen.

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Steffen Dietz, ehemaliger „Chefmeteorologe“ der Formel 1 warnt auf Twitter bereits vor dem Sturm. „Liebe Formel-1-Freunde, mit Typhoon Hagibis kommt eine potenziell gefährliche Wettersituation auf Suzuka zu. Dieses Foto zeigt den worst case, der aktuell von einem Wettermodell vorhergesagt wird. Es ist nur ein Hinweis und noch eine Woche bis zum Rennen, aber die Übereinstimmung der Modelle und die aktuelle Lage sind beeindruckend.“ Das von ihm gepostete Bild zeigt Suzuka am Sonntag mitten im Zentrum des tropischen Taifuns, der dann Geschwindigkeiten von mehr als 220 Stundenkilometern hat.

Am späten Sonntagnachmittag legte Dietz noch einmal nach. Mehrere Wettermodelle würden den Sturm auf einem ähnlichen Kurs sehen.

Am Montag äußerte sich auch Meteorologe Jörg Kachelmann zu dem nahenden Tropensturm - mit gewohnt deutlichen Worten: „Wahrscheinlich eine lustige Idee der Formel 1, kommenden Sonntag in Suzuka fahren zu wollen. RTL braucht vorsichtshalber ein Ersatzprogramm.“

Formel-1-Rennen werden nur selten abgesagt

Auch der langjährige RTL-Reporter Florian König zeigte sich besorgt. „Hoffentlich nicht“ twitterte er. Denn auch ihm ist natürlich klar: Wenn ein tropischer Wirbelsturm über Suzuka tobt, ist an ein Formel-1-Rennen nicht zu denken.

Muss das Rennen nun also abgesagt werden? Für eine eindeutige Prognose sei es noch zu früh, so Dietz via Twitter: „Zwar sind die aktuellen Modellläufe beeindruckend beständig und mit erhöhter Wahrscheinlichkeit wird der Taifun die F1 auch beeinflussen, doch für Details ist es jetzt noch zu früh. Der Screenshot zeigt nur einen aktuellen Modelloutput, welcher ziemlich fatal wäre.“

Bisher wurden in der Geschichte der Formel 1 nur wenige Rennen abgesagt, so etwa im Jahr 2011. Damals ließ der Staat Bahrain die dortige Demokratiebewegung blutig niederschlagen, woraufhin die Formel 1 den Grand Prix noch massiven Protesten aus dem Rennkalender strich. Andere nennenswerte Absagen:

  • 1969 boykottierten Fahrer und Teams den Großen Preis von Belgien in Spa Francorchamps wegen nicht vorhandener Sicherheitsmaßnahmen auf der Strecke
  • 1985 traf es wieder Spa Francorchamps, dieses Mal allerdings war der neu verlegte Asphalt schuld. Der wurde erst wenige Tage vor Beginn des Rennen verlegt und konnte wegen der tropischen Temperaturen nicht richtig austrocknen. Das Rennen wurde allerdings einige Monate später nachgeholt
 
 

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