Formel 1: Mega-Protest! Sebastian Vettel und Ferrari mittendrin – DAS ist der Grund

Formel 1: Legen Ferrari und Sebastian Vettel Protest gegen eine Mercedes-Innovation ein?
Formel 1: Legen Ferrari und Sebastian Vettel Protest gegen eine Mercedes-Innovation ein?
Foto: imago images / Motorsport Images / Independent Photo Agency

Riesen-Wirbel in der Formel 1! Eine unglaubliche Innovation von Mercedes lässt die Konkurrenz staunen und protestieren. Mittendrin: Ferrari und Sebastian Vettel.

Als Weltmeister Lewis Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas bei den ersten Tests der Formel 1 in Barcelona ihre Runden drehten, konnte man Kinnladen fallen sehen. Die Mercedes-Piloten konnten ihr Lenkrad nicht nur nach links und rechts drehen, sondern auch zu sich heranziehen und nach vorne drücken.

Formel 1: Legen Ferrari und Sebastian Vettel Protest ein? Mercedes-Innovation sorgt für Wirbel

Schnell wurde klar: Mercedes hat sich für die Saison 2020 in der Formel 1 eine irre Innovation ausgedacht – und könnte damit den entscheidenden Schritt vor Ferrari und Sebastian Vettel sein.

Das System heißt „Dual Axis Steering“ (zweiachsige Lenkung), kurz DAS. Es erlaubt den Fahrern, während der Fahrt die Spur zu beeinflussen – den Winkel, in dem die Vorderräder zueinanderstehen.

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So wird ein altes Problem der Boliden gelöst: Auf langen Geraden kühlen die Reifen so sehr ab, dass der Grip in den folgenden Kurven leidet. Mit dem DAS-System kann Mercedes nun die Temperatur hoch halten. Ein immenser Vorteil, der sich obendrein noch positiv auf die Aerodynamik auf den Geraden auswirkt.

Das Riesen-Problem für Ferrari, Red Bull und Co.: Die irre Innovation kann nicht einfach kopiert werden. Es dürfte selbst die großen Teams ein halbes Jahr Entwicklungsarbeit kosten, bis sie das System in ihre Autos einbauen kann.

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Bleibt nur noch die Option, Protest gegen das DAS einzulegen. Der könnte Erfolg haben, wenn die FIA darin nicht nur eine Veränderung der Lenkung, sondern auch der Aufhängung sieht. Das ist laut Reglement der Formel 1 nämlich verboten. Der formelle Protest ist ab Saisonstart möglich, erstmals also beim Australien-GP am 15. März.

Red Bull sieht in dem DAS-System eine verbotene Neuerung: „Wenn man den Sturz oder die Spur der Räder aktiv während der Fahrt verändert, ändert sich die Auflagefläche der Reifen. Und damit - wenn auch im sehr, sehr geringen Bereich - die Bodenfreiheit. Das aber ist verboten, weil das System dann der Funktionsweise einer verbotenen aktiven Radaufhängung entspricht“, so Teamchef Helmut Marko.

Sebastian Vettel befürchtet großen Vorteil für Mercedes

Sebastian Vettel hofft dagegen, dass seine Entwicklungs-Abteilung schon mit Hochdruck daran arbeitet, auch seinem Ferrari das neue Lenksystem einzubauen. „Ich bin sicher, dass ein großer Teil der Fabrik es untersucht und drauf und dran ist, das System zu verstehen.“

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Die Rennställe und ihre Piloten 2020:

  • Mercedes: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas
  • Ferrari: Sebastian Vettel, Charles Leclerc
  • Renault: Daniel Ricciardo, Esteban Ocon*
  • Red Bull: Max Verstappen, Alexander Albon
  • Alfa Romeo: Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi
  • Alpha Tauri (vorher Toro Rosso): Pierre Gasly, Daniil Kwjat
  • Williams: George Russell, Nicholas Latifi*
  • Haas: Kevin Magnussen, Romain Grosjean
  • McLaren: Lando Norris, Carlos Sainz

* = Debütant

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Der einzig verbliebene deutsche Pilot in der Formel 1 ist sich sicher, dass Mercedes dadurch einen großen Vorteil haben wird. „Sonst hätten sie es nicht im Auto. Ich glaube aber nicht, dass es ihr Ticket zum WM-Titel ist. Dafür reicht nicht ein Trick. Das Auto drumherum macht den Unterschied“, sagt der 32-Jährige dem „Spiegel“.

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Für Ferrari und Sebastian Vettel ist die Innovation der Konkurrenz eine weitere schlechte Nachricht, noch bevor die Saison gestartet ist. Schon vorher musste Vetttel mehrere Rückschläge wegstecken – beim ersten Test fiel er gesundheitsbedingt aus, nachdem er zuvor schon seinen Platz als Fahrer Nummer 1 einbüßte.

 
 

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