Formel 1: Früherer Ferrari-Chef wütet wegen Vettel-Entlassung

Formel 1: Sebastian Vettel bekommt Rückendeckung von Luca di Montezemolo.
Formel 1: Sebastian Vettel bekommt Rückendeckung von Luca di Montezemolo.
Foto: imago images/Motorsport Images

Sebastian Vettel und Ferrari – das sollte die neue große Lovestory in der Formel 1 werden. Die italienischen Fans hatten auf wieder auf erfolgreiche Zeiten gehofft, wie damals bei Michael Schumacher.

Doch Sebastian Vettel wurde kein zweiter Michael Schumacher. Seinen fünften Formel 1-Titel verpasste der Deutsche bei der Scuderia Ferrari. Jetzt nahm das Kapitel ein unrühmliches Ende, was Ex-Ferrari-Boss Luca di Montezemolo zum Kochen brachte.

Formel 1: Di Montezemolo kritisiert Vettel-Entlassung

Anfang Mai schlug diese Nachricht ein wie eine Bombe. Bevor die Saison überhaupt gestartet war, hat Ferrari Sebastian Vettel den Laufpass geben. Nach sechs Jahren wurde der vierfache Weltmeister abserviert.

Das Projekt Vettel und Ferrari ist kläglich gescheitert. Eine Erfolgsstory wie Luca di Montezemolo sie damals als Ferrari-Präsident mit Michael Schumacher erlebte, wiederholte sich nicht. In den vergangenen Jahren lebten sich Fahrer und Team immer mehr auseinander. Jetzt wird Vettel durch den jüngeren Carlos Sainz ersetzt.

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„Das hat mir überhaupt nicht gefallen“

Di Montezemolo war damit überhaupt nicht einverstanden. „Das Timing und die Art der Trennung von Seb haben mir überhaupt nicht gefallen“, befand der 73-Jährige im RTL-Interview. „Überall im Leben stehen Veränderungen an. Aber es geht um die Art und Weise.“

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„Sebastian muss sich...“

Der 73-Jährige erklärt: „Sebastian muss sich – wie Michael Schumacher – zuhause fühlen, er braucht – wie Michael – ein Umfeld, das ihn unterstützt, das ihn verteidigt und ihn vor allem schützt. Das war bei Michael mit Jean Todt der Fall und ich habe das zu meinen Anfangszeiten mit Niki Lauda getan.“

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Als Missverständnis sieht er die Zusammenarbeit zwischen Ferrari und Vettel aber nicht an. „Sebastian hat nie Ärger gemacht, immer im Team gearbeitet. Er hat Siege geholt, die andere nicht geholt hätten, in einem Auto, das nicht immer konkurrenzfähig war“, sagte der Italiener. (fs)

 
 

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