Formel 1: Vettel-Schock! Jetzt packt der Ferrari-Boss aus: „Schlimmer als erwartet“

Für Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Sebastian Vettel läuft es in der Formel 1 derzeit alles andere als rund.
Für Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Sebastian Vettel läuft es in der Formel 1 derzeit alles andere als rund.
Foto: imago images / LaPresse

Die Fans der Formel 1 werden wohl nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Ferrari-Krise erhitzt die Gemüter.

Auf der Suche nach den Gründen für den katastrophalen Saisonstart in der Formel 1 ist man bei Ferrari weiterhin. Teamchef Mattia Binotto hält sich bei seiner Analyse keinswegs zurück.

Formel 1: Ferrari-Chef Binotto mit knallharter Analyse

„Wir hatten schon bei den Winter-Tests in Barcelona gesehen, dass wir nicht schnell genug sind“, sagte Binotto: „Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so schwierig wird. Es ist deutlich schlimmer als erwartet.“

In den ersten drei Rennen der diesjährigen Formel-1-Saison fuhren die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc der Konkurrenz meilenweit hinterher. Leclerc belegt in der Gesamtwertung derzeit den 7. Platz, Vettel liegt gerade mal auf Rang 10.

Laut Binotto ist eine Besserung nicht in Sicht. „Das wird noch lange dauern“, so der Ferrari-Teamchef: „Solche Probleme lassen sich nicht in wenigen Wochen beheben. Wir brauchen viel Geduld.“

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„Haben überall einen großen Rückstand“

Binotto stellt klar: „Wir haben in allen Bereichen einen großen Rückstand. Und wenn du dich überall verbessern musst, dann reicht es in der Formel 1 nicht, an ein paar Schrauben zu drehen. Das ist nicht mit einem einzigen Update-Paket getan. Es wird lange dauern. Und ich kann nicht abschätzen, wie lange das sein wird.“

Die Probleme bei Ferrari sind laut Binotto sehr tiefgreifend. Der Schweizer erklärt: „Wir müssen erst mal genau verstehen, warum wir so langsam sind. Erst dann können wir abschätzen, wie lange wir brauchen, um wieder aufzuholen. Zunächst müssen wir das Auto verstehen.“

Die größte Demütigung erfuhr Ferrari zuletzt beim Großen Preis von Ungarn, als beide Piloten vom Sieger Lewis Hamilton überrundet wurden. Das hatte es in der Formel 1 zuletzt 2008 gegeben.

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Das ist Sebastian Vettel:

  • Geboren am 3. Juli 1987 in Heppenheim.
  • Vettels Heimkartbahn war der Erftlandring. Dort hatte zuvor schon Michael Schumacher seine ersten Gehversuche im Motorsport gemacht.
  • 2007 schaffte Vettel den Sprung in die Formel 1, wo er zunächst für BMW Sauber und Toro Rosso an den Start ging.
  • 2009 folgte sein Wechsel zu Red Bull. Dort feierte er von 2010 bis 2013 vier WM-Titel in Serie.
  • 2015 wechselte Vettel zu Ferrari. Mit der Scuderia blieb ihm der große Wurf bisher jedoch verwehrt.

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Seit Jahren versinkt Ferrari im Chaos. Die stolze Scuderia würde nur zu gerne endlich mal wieder einen WM-Titel feiern. Der letzte „rote“ Champion war Kimi Räikkönen im Jahr 2007.

2015 hatte Ferrari Sebastian Vettel geholt, um in Maranello mal wieder einen WM-Triumph feiern zu können. Doch auch der frühere Red-Bull-Pilot verhalf dem Rennstall in der Formel 1 nicht zu früherem Glanz.

Tragische Bilanz

Hinter den Silberpfeilen von Mercedes spielte Vettel im Ferrari stets die zweite Geige. In fünf Jahren gelangen ihm gerade einmal 14 Siege. In den Jahren 2017 und 2018 sah es immerhin zu Beginn der Saison so aus, als könne man die WM spannend gestalten. Am Ende triumphierte dennoch immer Mercedes.

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Die Rennställe und ihre Piloten 2020:

  • Mercedes: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas
  • Ferrari: Sebastian Vettel, Charles Leclerc
  • Renault: Daniel Ricciardo, Esteban Ocon*
  • Red Bull: Max Verstappen, Alexander Albon
  • Alfa Romeo: Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi
  • Alpha Tauri (vorher Toro Rosso): Pierre Gasly, Daniil Kwjat
  • Williams: George Russell, Nicholas Latifi*
  • Haas: Kevin Magnussen, Romain Grosjean
  • McLaren: Lando Norris, Carlos Sainz

* = Debütant

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Für welches Team fährt Vettel 2021?

Die große Frage in der Formel 1: Für welches Team geht Vettel 2021 an den Start? Sein Vertrag bei Ferrari läuft nach dieser Saison aus. Zuletzt wurde er mit Racing Point in Verbindung gebracht. Es könnte sich aber auch noch eine andere Möglichkeit ergeben. Sie wäre eine absolute Überraschung. Welche, liest du hier!

Nächstes Rennen steht an

Am Wochenende hat Ferrari mal wieder die Chance alles besser zu machen. Beim ersten von zwei Silverstone Grands Prix wird sich zeigen, ob die Scuderia aus ihren Fehlern gelernt und diese behoben hat.In den ersten drei Saisonrennen reichte es für Vettel lediglich auf die Plätze 10 und 6, im zweiten Rennen schoss ihn sein eigener Teamkollege ab.

Erste Konsequenzen gezogen

Während sich Sebastian Vettel meist gelassen über die Ferrari-Krise gibt, ist Binotto auf 180 – und bereits mächtig in der Kritik. Zuletzt musste er sogar Macht abgeben. Hier mehr über die drastischen Konsequenzen bei der Scuderia >>

Schock bei Sutil

Ein ehemaliger deutscher Formel-1-Pilot erlebte derweil einen bösen Schockmoment. Adrian Sutil zerlegte seine eigene Luxus-Karosse (hier alle Infos).

Perez positiv getestet

Sergio Perez vom Team Racing Point ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er wird in Silverstone nicht an den Start gehen können. Hier mehr! (dhe)

 
 

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