Formel 1: Vettels unrühmliches Ende – DAFÜR ist er bei Ferrari noch gut genug

Formel 1: Bald ist Vettels Zeit bei Ferrari abgelaufen.
Formel 1: Bald ist Vettels Zeit bei Ferrari abgelaufen.
Foto: imago images/HochZwei

Längst ist klar, dass das Ende von Sebastian Vettel bei Ferrari kein fröhliches wird. In der Formel 1 läuft es für den Deutschen so gar nicht. Sein Auto ist nicht wettbewerbsfähig. Noch dazu jagt bei Ferrari eine Panne die nächste.

Dass Vettel mit dem roten Flitzer noch mal auf einen Podiumsplatz in der Formel 1 fährt, scheint ausgeschlossen – vor allem, weil er sich in den letzten Rennen wohl eine andere Rolle als die des Top-Fahrers spielen muss.

Formel 1: Vettel bremst Gegner für Leclerc aus

Auch in Russland lief es für Vettel suboptimal. Crash im Qualifying, Platz 13 im Rennen und seine neue Funktion als „Bremsklotz“, wie er es später bezeichnete. Ferrari stellt schon seit geraumer Zeit die Weichen für Charles Leclerc als Gesicht der Scuderia.

Darunter muss nun Vettel leiden, der von seinem Team nicht mehr alle nötigen Ressourcen bekommt. Dieser Eindruck hatte sich Fans ohnehin schon aufgedrängt, weil sämtliche technische Pannen stets am Boliden des viermaligen Weltmeisters auftraten.

Ebenso werden die strategischen Entscheidungen immer mehr auf den Monegassen ausgerichtet. Vettel hingegen platzte schon in mehreren Rennen in dieser Saison der Kragen, weil sein Team ihn zu ungünstigsten Zeitpunkten in die Box holte.

In Sotschi durfte Vettel dann relativ lange draußen bleiben, ehe er von seinem Team neue Reifen verpasst bekam. Dadurch kaufte Ferrari Zeit für Leclerc, weil Vettel die hinter sich liegenden Renaults so gut es ging aufhielt.

„Es war offensichtlich, dass ich draußen gelassen wurde, um die Renault aufzuhalten. Das hat meinem eigenen Rennen natürlich wenig geholfen“, kommentierte der Heppenheimer das Geschehen.

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„Ich spielte den Bremsklotz. Vielleicht hätte ich noch einen Punkt holen können, aber letztlich ändert das auch nichts“, gab er am Ende zu. In der Fahrerwertung liegt Vettel mit nur 17 Zählern abgeschlagen auf Platz 13. Leclerc holte sich in Russland den sechsten Platz und hat damit nun 57 Punkte auf seinem Konto.

Formel 1: Vettel spielt die Rolle, die bei Mercedes jahrelang diskutiert wurde

Vettel spielt in der Formel 1 nun die Rolle, die alle, die es mit Ferrari halten, lange Zeit bei Mercedes kritisierten. Dort wurde der Finne Valtteri Bottas ebenfalls regelmäßig eingesetzt, um die Konkurrenten von sechsfach Weltmeister Lewis Hamilton auszubremsen.

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Ab dem kommenden Jahr will Vettel dann im Aston Martin wieder voll angreifen. Dass das Werksteam ihn hinter Lance Stroll zur Nummer zwei degradieren wird, scheint ausgeschlossen. (mh)

 
 

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