Formel 1: Streit um Ferrari-Drohung eskaliert: „Mir fehlen die Worte“

In der Formel 1 ist ein großer Streit entbrannt.
In der Formel 1 ist ein großer Streit entbrannt.
Foto: imago images / LaPresse

In der Formel 1 erhält Ferrari nach der Ausstiegs-Drohung von Teamchef Mattia Binotto nun ein heftiges Echo.

Binotto hatte jüngst in einem Interview durchblicken lassen, dass Ferrari einen Ausstieg aus der Formel 1 in Betracht zieht, wenn die Budget-Obergrenze der Königsklasse weiter gesenkt wird als zunächst geplant. Der Ferrari-Teamchef bezeichnete die Senkung der Budgetgrenze als „überhastete Reaktion“.

Formel 1: Brown kontert Ferrari-Drohung

Zak Brown ist daraufhin empört. Der CEO von McLaren meint: „Ganz ehrlich: Mir fehlen die Worte. Wir sehen doch alle, dass wir uns in der schlimmsten Krise befinden, die es in der jüngeren Vergangenheit auf der Welt gab.“

Brown weiter: „Ganze Länder, ganze Industrien stecken in einem Shutdown. Wer sowas jetzt sagt, der verschließt die Augen vor der Realität. Überall auf der Welt sind Politiker und Manager darum bemüht, dieses Thema so schnell und umfangreich wie möglich anzugehen.“

Die Budgetgrenze in der Formel 1

Hintergrund: Ab 2021 soll das jährliche Budget der Formel-1-Teams auf 175 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) gedeckelt werden. Teams wie McLaren fordern, dass diese Grenze aufgrund der schlechten Situation der Weltwirtschaft noch weiter runtergeschraubt wird.

Ferrari ist das einzige Team, das sich vehement dagegen wehrt. Die Scuderia beschäftigt alleine in ihrem Hauptsitz in Maranello rund 1.500 Mitarbeiter. Sollte die Budgetgrenze noch weiter fallen, würden einige dieser Mitarbeiter ihren Job verlieren.

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„Ich fände es schlimm, wenn Ferrari gehen würde“

Über einen möglichen Ausstieg von Ferrari sagt Brown: „Ich fände es schlimm, wenn Ferrari gehen würde. Ich fände das bei jedem Team schlimm. Das wollen wir nicht. Aber der Sport würde dann auch mit 18 Autos im Feld überleben. Ich bin mir sicher, dass die anderen Motorenhersteller den Ausfall von Ferrari kompensieren und die Teams mit Antrieben beliefern könnten.“

Brown: „Wenn wir Ferrari aber gerecht werden und die Budgetgrenze nicht reduzieren, dann schrecken wir viele ab, die eigentlich ganz gerne in die Formel 1 investieren würden.“ (dhe)

 
 

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