Formel 1: Lewis Hamilton mit ungewöhnlicher Aussage zu Langeweile-Saison

Lewis Hamilton ist mit seiner eigenen Dominanz unglücklich.
Lewis Hamilton ist mit seiner eigenen Dominanz unglücklich.
Foto: dpa

Die Formel 1 versetzt ihre Fans schon nach acht Rennen in eine Art Sommerschlaf. Die Dominanz der Mercedes-Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton ist derart groß, dass selbst große Optimisten die Hoffnung auf eine spannende Saison aufgegeben haben. Der nächste Titel für Lewis Hamilton, der mittlerweile fünfte in sechs Jahren, scheint nahezu unausweichlich.

Eine ähnlich große Dominanz gab es zuletzt wohl 1988, als die McLaren-Piloten Alain Prost und Ayrton Senna 15 von 16 Rennen gewannen. Der Unterschied: Prost und Senna begegneten sich auf Augenhöhe. Beide Fahrer waren ausgemachte Champions, ihre Duelle gelten als die intensivsten in der Geschichte der Formel 1.

Formel 1: Teamkollege Bottas kann Hamilton nicht gefährlich werden

Bei Mercedes ist das anders. Niemand glaubt, dass Bottas Hamilton wirklich gefährlich werden kann. Seit dem Abgang von Nico Rosberg ist der Brite die unumstrittene Nummer Eins im Team.

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Doch selbst der 34-Jährige scheint mit der aktuellen Situation nicht zufrieden zu sein. „Ich sehe den Schlamassel, in dem wir stecken“, sagte Hamilton nach seinem dominanten Start-Ziel-Sieg in Frankreich. „Aber das ist nicht die Schuld der Fahrer“, so Hamilton. Die Formel 1 habe viele „schlechte Entscheidungen“ getroffen.

Ungewöhnliche Einigkeit bei Vettel und Hamilton?

„Wir sollten die Leute an der Spitze unter Druck setzen, die ihren Job erledigen sollten“, so Hamilton, der vor allem Ex-Formel-1-Besitzer Bernie Ecclestone die Schuld an der aktuellen Entwicklung gibt. Die Einnahmen seien nicht fair auf die Teams verteilt worden und diese hätten zu großen Einfluss auf das Regelwerk der Rennserie.

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Auch Sebastian Vettel übte zuletzt heftige Kritik an der Formel 1: „Ich habe darüber nachgedacht, dass ich Rennsport wirklich liebe. Ich bin ein Purist, denke gerne zurück an die alten Zeiten, die alten Autos, die alten Fahrer. Es ist eine Ehre, wenn man die Chance hat, sie zu treffen und mit ihnen zu sprechen. Sie sind Helden, auf eine gewisse Art. Ich wünschte mir, ich wäre gut darin, das zu machen, was ich mache – aber lieber in ihrer Zeit als heute. Es geht mir nicht um die Entscheidung heute, es gab auch andere. Ich höre nur die Formulierungen, die wir mittlerweile am Funk benutzen. Diese offizielle Sprache. Ich finde das alles falsch.“

 
 

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