Formel 1: Nach Ferrari-Debakel – die Scuderia zieht jetzt DIESE drastischen Konsequenzen

Mattia Binotto ist der Teamchef bei Ferrari in der Formel 1.
Mattia Binotto ist der Teamchef bei Ferrari in der Formel 1.
Foto: imago images / Panoramic International

In der Formel 1 musste Ferrari zuletzt einen Nackenschlag nach dem anderen einstecken. Jetzt zieht die Scuderia erste Konsequenzen.

Die „Gazzetta dello Sport“ hatte es zu Wochenbeginn bereits geahnt. „In Maranello werden Köpfen rollen“, hatte die große italienische Sportzeitung getitelt, nachdem die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc beim Großen Preis von Ungarn von Mercedes-Star Lewis Hamilton überrundet worden war. Die größtmögliche Demütigung für den ältesten Rennstall in der Formel 1!

Formel 1: Kurskorrektur bei Ferrari

Nun zog Ferrari tatsächlich Konsequenzen. Auch wenn diese nicht ganz so martialisch wirken, wie von der „Gazzetta“ prophezeit, sind die Maßnahmen bei der Scuderia doch ein klares Zeichen.

Teamchef Mattia Binotto, der den Rennstall bislang quasi im Alleingang regierte, wird einige Kompetenzen abgeben. Schon vor einiger Zeit hatte der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo die One-Man-Show bei der Scuderia in der Formel 1 kritisiert: „Die aktuellen Probleme haben viel mit der Organisation zu tun. Bei Ferrari trägt eine einzige Person zu viel Verantwortung.“

Das hat man bei Ferrari nun auch eingesehen. Binotto erklärt: „Wir werden uns auf der technischen Seite etwas anders aufstellen. Wir wollen das Design und die Entwicklung bei der Fahrzeugleistung deutlich verbessern.“

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Byrne und Ferrari - da war doch was

Daher überträgt Binotto im Technik-Ressort ab sofort mehr Kompetenzen an Enrico Cardile, der bisher als Aerodynamikchef bei Ferrari in der Formel 1 arbeitete.

„Diese Kurskorrektur war nötig, um unsere Arbeitsabläufe klarer zu definieren“, teilt Binotto mit: „Die Abteilung von Cardile wird auch auf die Erfahrung von Rory Byrne und etablierten Ingenieuren wie zum Beispiel David Sanchez setzen können.“

Byrne hatte bereits vor 20 Jahren für Ferrari in der Formel 1 gearbeitet. Als Chefdesigner war er mitverantwortlich für die erfolgreiche Ära von Michael Schumacher. (dhe)

 
 

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