Beben in der Formel 1! Traditions-Rennstall vor Ausstieg aus der Königsklasse

Die Formel 1 könnte bald den angeschlagenen Autobauer Renault als Rennstall verlieren.
Die Formel 1 könnte bald den angeschlagenen Autobauer Renault als Rennstall verlieren.
Foto: imago images/eu-images

Kommt es zum Knall in der Formel 1? Mit großer Anspannung blicken die Verantwortlichen der Motorsport-Königsklasse dem kommenden Freitag entgegen.

Dann nämlich will Renault seine Sparmaßnahmen bekannt geben. Die Angst, der Konzern könne im Zuge dessen seinen Rückzug aus der Formel 1 verkünden, ist groß.

Formel 1: Renault will Darlehen vom Staat – muss dafür aber sparen

Der Grund für den radikalen Sparkurs liegt in der Coronakrise. Der Autobauer war finanziell schon vorher angeschlagen, die Pandemie droht ihm nun aber das Genick zu brechen.

Daher hat Renault beim französischen Staat ein Darlehen über fünf Milliarden Euro angefragt. Dieser wird allerdings nur bewilligt, wenn Renault einen Sparplan vorlegt. Das soll am Freitag passieren.

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So steht es um die Formel 1 Saison 2020:

  • Abgesagte Rennen: Australien, Monaco, Frankreich
  • Verschobene Rennen: Bahrain, Vietnam, China, Niederlande, Spanien, Aserbaidschan, Kanada
  • Anfang Juli soll die Saison in Spielberg/Österreich mit einem Doppelrennen starten
  • Ähnlich Pläne gibt es auch für Silverstone

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Das sorgt für besorgte Mienen in der Formel 1. Denn das Werksteam kostet Renault natürlich einiges an Geld. Geld, welches das Team nicht wirklich durch Erfolge zurückzahlt.

Seit dem Neuanfang Renaults 2016 hat es kein Fahrer des Teams geschafft, einen Podiumsplatz herauszufahren. Die Fahrer wechseln ständig. Für das aktuelle Jahr stehen Daniel Ricciardo und Esteban Ocon unter Vertrag.

Obwohl die Saison wegen der Corona-Pandemie immer noch nicht gestartet ist, steht bereits jetzt fest, dass Ricciardo das Team 2021 in Richtung McLaren verlassen wird.

All das spricht nicht unbedingt dafür, dass sich Renault weiterhin ein Formel-1-Team leisten wollen wird, wenn man an anderen Stellen krasse Einsparungen vornehmen soll.

Motorsportchef dementiert

Doch so einfach will man sich natürlich nicht geschlagen geben. Renault-Motorsportchef Cyril Abiteboul sagte gegenüber der „Autoweek“ zu den Gerüchten: „Das kann ich dementieren. Was ich aber nicht kann, ist sicherstellen, dass die Gerüchte damit ein Ende haben. Denn die schwirren schon von Anfang an herum.“

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Die kommende Woche wird zeigen, ob Abiteboul die Wahrheit sagt oder ob es für die Formel 1 doch ein böses Erwachen gibt.

Daniel Ricciardo wechselt zu McLaren

Mit Daniel Ricciardo hat Renault seinen Top-Fahrer bereits verloren. Der Australier tritt seine letzte Saison im Renault an, wechselt anschließend zu McLaren. Dort war durch den Wechsel von Carlos Sainz zu Ferrari ein Cockpit frei geworden. Wer Teamkollege von Esteban Ocon wird, ist noch unklar. (mh)

 
 

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