Formel 1: Komplett-Abbruch? Ecclestone schockt Motorsport-Fans

Wie geht es in der Formel 1 weiter? Bernie Ecclestone hat eine klare Meinung.
Wie geht es in der Formel 1 weiter? Bernie Ecclestone hat eine klare Meinung.
Foto: imago images/Independent Photo Agency

Das hören die Fans der Formel 1 alles andere als gerne.

Bernie Ecclestone setzt sich dafür ein, dass die Saison in der Formel 1 wegen der Coronakrise abgebrochen wird. Bisher waren lediglich die ersten acht Rennen abgesagt worden.

Formel 1: Ecclestone fordert Saison-Abbruch

„Ich weiß nicht, wie wir in diesem Jahr noch auf eine angemessene Anzahl an Rennen kommen soll“, sagte der frühere Chef-Vermarkter der Formel 1 im Gespräch mit der BBC: „Wir sollten die Saison abbrechen und darauf hoffen, dass wir im kommenden Jahr von vorne anfangen können.“

Nach jetzigem Stand würde die Saison Mitte Juni in Kanada beginnen. Experten sind sich jedoch sicher, dass auch dieser Termin noch zu früh kommt. Sie gehen davon aus, dass die Saison in der Formel 1 wohl erst im Herbst beginnen könnte.

„Das wäre doch keine interessante WM“

Das würde dazu führen, dass die Formel 1 nur eine deutlich dezimierte Saison auf die Beine stellen könnte. Laut Ecclestone wolle sowas niemand sehen. „Das Schreckliche ist doch, dass Lewis Hamilton dann alle acht Rennen gewinnen würde. Das wäre doch keine interessante WM“, schimpfte der 89-Jährige.

+++ Michael Schumacher – ein enger Vertrauter packt aus: „Schumi bekam...“ +++

Wie verzweifelt die Formel 1 derzeit ist, zeigte jüngst ein Vorschlag von Stuart Pringle. Der Silverstone-Chef brachte die Idee ins Spiel, die Königsklasse könne doch mehrere Rennen in Großbritannien abhalten. Schließlich lägen die Werke vieler Teams ohnehin gleich um die Ecke.

Pringles Idee: Man könnte die Strecke von Silverstone sowohl in die übliche als auch in die entgegengesetzte Richtung fahren.

+++ Formel 1: Irrer FIA-Hammer! Sebastian Vettel und Co. dürfen ab sofort nicht mehr. +++

Start im Juni? Unwahrscheinlich!

Ein Formel-1-Start im Juni ist auch deswegen so unwahrscheinlich, weil viele große Sport-Events bereits abgesagt wurden, die sogar erst im Juli oder August stattgefunden hätten. Die Olympischen Spiele in Tokio wurden aufs kommende Jahr verlegt. Das Tennis-Turnier von Wimbledon wurde sogar komplett aus dem diesjährigen Kalender gestrichen.

+++ Boris Becker platzt bei DIESEM Thema auf einmal der Kragen: „Hört doch auf mit der…“ +++

Vieles deutet darauf hin, dass die Fans der Formel 1 sich noch eine ganze Weile gedulden müssen. Fest steht nur: Wenn es wieder losgeht, ist die Freude umso größer.

Regel-Revolution verschoben

Durch das Corona-Chaos hat die FIA bereits entschieden, die für 2021 geplante Regel-Revolution zu verschieben. Eine umfassende Reform des Regelwerks hätte die Boliden massiv verändert – und für die Rennställe deutlich höhere Kosten in der Entwicklung verursacht. „Wegen der aktuell brisanten finanziellen Lage wurde beschlossen, dass die Teams ihre Chassis von 2020 auch für 2021 einsetzen werden“, heißt es nun.

Corona sorgt für Finanzprobleme

Ähnlich wie im Profi-Fußball sorgt die Coronakrise auch im Milliarden-Zirkus Formel 1 für massive finanzielle Probleme. Die Einnahmen fallen weitestgehend aus, hinter den Fahrern und Ingenieuren steht in jedem Rennstall ein riesiges Team.

Saison-Start virtuell

Weil der Start in die Saison wohl noch einige Zeit auf sich warten lässt, bestritten die Fahrer virtuell den Auftakt-GP von Australien. Ohne Teamkollege Sebastian Vettel, der nicht teilnahm, siegte Ferrari-Pilot Charles Leclerc beim ersten Rennen.

Virtuelle Formel 1 kein Ersatz

Virtuelle Formel 1 kein Ersatz für die Rennen auf Asphalt sind, dürfte aber klar sein. Die Racing-Fans warten sehnsüchtig auf ein Signal, ob und wann es in der Königsklasse weitergehen kann.

Ferrari und Red Bull verweigern Budgetkürzungen

Um nach der Corona-Krise finanziell handlungsfähig zu bleiben, wollen viele Formel-1-Teams ihre Budgets limitieren. Aktuell stehen jedem Team „nur“ noch rund 139 Millionen Euro zur Verfügung – doch die Zahl soll noch um über 20 Millionen Euro sinken. Laut BBC stellen sich vor allem Vettels Ferrari-Team und Red Bull gegen diese Pläne.

Drittes Team meldet Kurzarbeit und Gehaltskürzungen

Doch das Geld wird bei einigen Teams langsam knapp. Mit Racing Point hat bereits der dritte Rennstall bestätigt, Kurzarbeit als Maßnahme ergriffen zu haben. Die beiden Fahrer Lance Stroll und Sergio Perez verzichten zudem auf Teile ihres Gehalts. (dhe)

 
 

EURE FAVORITEN