Die Luft ist raus bei der Vierschanzentournee

Das ging daneben: Der deutsche Skispringer Severin Freund ist als Mitfavorit in die Vierschanzen-Tournee gestartet und nach dem zweiten Springen unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
Das ging daneben: Der deutsche Skispringer Severin Freund ist als Mitfavorit in die Vierschanzen-Tournee gestartet und nach dem zweiten Springen unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
Foto: Fredrik von Erichsen / dpa
Die deutschen Skispringer enttäuschen auch beim Neujahrsspringen in Garmisch, die Vierschanzentournee hat sich damit früh erledigt. Ein Kommentar.

Essen.. Wer am Neujahrstag gegen 15.30 Uhr im Fernsehen das Skispringen einschaltete, sah in einer Einblendung folgendes Traumergebnis aus deutscher Sicht: Richard Freitag auf Platz eins, Severin Freund auf Platz zwei. Hoppla!

Doch dann sagte der Reporter: „Und jetzt kommen die zehn besten Springer des ersten Durchgangs.“

Am Ende landeten die als Mitfavoriten gestarteten Deutschen in Garmisch-Partenkirchen auf den Plätzen neun und zehn. Nach dem Fehlstart in Oberstdorf also die zweite Enttäuschung bei der Vierschanzentournee.

Damit ist hierzulande die Luft raus aus dem Traditionswettbewerb. Die Tournee zieht weiter nach Österreich, doch die Springen in Innsbruck und Bischofshofen werden kaum jemanden vom Sitz reißen.

Begeisterung am Skispringen entsteht durch Siegertypen, die ihre Zuschauer mitfiebern lassen. Als Sven Hannawald vor 13 Jahren alle vier Springen der Tournee gewann, saß eine Nation gebannt vor dem Fernseher. Die neue Generation der deutschen Adler mit Richard Freitag und Severin Freund ist fleißig, nett und talentiert. Doch um eine breite Begeisterung für ihren Sport zu entfachen, ist das leider zu wenig.

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