Die Bilanz von IOC-Präsident Bach hat einen großen Fehler

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Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees zieht nach dem ersten Jahr im Amt eine positive Bilanz. Er kann vor allem finanzielle Erfolge verbuchen. Doch er hat sich bei den Winterspielen in Sotschi mehr als nötig vom russischen Präsidenten Putin vereinnahmen lassen. Ein Kommentar.

Essen. Es ist nicht überraschend, dass Thomas Bach nach einem Jahr als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees ein positives Fazit zieht. Zumindest in finanzieller Hinsicht hat der erste Deutsche auf dem Posten des wichtigsten Sportfunktionärs der Welt großen Erfolg gehabt: Bach hat TV- und Vermarktungsverträge in Höhe von zehn Milliarden Dollar abgeschlossen. Beim Thema Finanzen zeigt sich allerdings auch ein großes Problem, das Bach lösen muss.

Während das IOC sozusagen im Geld schwimmt, finden sich immer weniger Bewerber um Olympische Spiele. So haben sich fünf der acht Kandidaten für die Winterspiele 2022 zurückgezogen. Selbst in traditionellen Wintersportländern wie Deutschland, Schweiz und Schweden sind die Menschen nicht länger bereit, viele Milliarden Euro für Olympia auszugeben. Bach muss das Vertrauen der Leute in die olympische Idee zurückerobern, sonst werden sich in Zukunft nur noch diktatorische Staaten bewerben.

Bach hätte in Sotschi anders auftreten müssen

Für Bach gehören Politik und Sport nicht zusammen. Bei den Winterspielen in Sotschi hat er sich jedoch mehr als nötig vom russischen Präsidenten vereinnahmen lassen. Dies war eine politische Handlung und Bachs großer Fehler in seinem ersten Jahr als Präsident.

 
 

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