Handball-Deutschland erschüttert! Christian Prokop gefeuert – so geht es jetzt im DHB-Team weiter

Christian Prokop ist nicht mehr Handball-Bundestrainer.
Christian Prokop ist nicht mehr Handball-Bundestrainer.
Foto: imago images/Sven Simon

Ein schweres Beben hat den deutschen Handball in dieser Woche erschüttert. Am Donnerstag gab der DHB bekannt, dass Christian Prokop von seinem Posten als Bundestrainer freigestellt ist.

Die Entlassung von Christian Prokop kam sehr überraschend. Schließlich hatte der DHB nach dem verpassten EM-Halbfinale im Januar noch betont, dass es mit dem 41-Jährigen weitergeht.

Handball-Bundestrainer Christian Prokop gefeuert

Alfred Gislason übernimmt nun den Posten des Bundestrainers. Der Isländer hatte von 2008 bis 2019 als Trainer des THW Kiel eine Ära geprägt. Mit den Kielern wurde er sechs Mal deutscher Meister und zwei Mal Champions-League-Sieger.

Ein isländischer Bundestrainer: Das weckt schöne Erinnerungen bei den deutschen Fans. Von 2014 bis 2017 hatte Dagur Sigurdsson die deutsche Nationalmannschaft betreut – mit Erfolg.

Unter Sigurdsson wurde Deutschland 2016 Europameister und holte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille.

Handball-Welt geschockt

Fans und Experten waren nach der Entlassung von Christian Prokop geschockt. Schließlich spielte die deutsche Auswahl mit Ausnahme der bitteren Pleite gegen Spanien in der Vorrunde eine gute EM. Ex-Bundestrainer Heiner Brand meinte: „Ich war sehr überrascht. Das Turnier war nicht so schlecht. Zudem sind mir die Worte der Verantwortlichen noch gegenwärtig, die jegliche sachliche Kritik an Prokop abgelehnt haben.“

Auch der Nationalmannschafts-Kapitän war fassungslos. Bei Sky sagte Uwe Gensheimer: „Ich war komplett geschockt, als ich die Nachricht erhielt. Ich hatte keine Ahnung davon und war sprachlos im ersten Moment, weil ich nie damit gerechnet hätte. Aufgrund der Ergebnisse habe ich das auch nicht für nötig gehalten.“

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Während der EM gab DHB-Sportvorstand Axel Kromer noch zu Protokoll: „Wir als Verbandsführung wollen klarstellen, dass es intern nie eine Diskussion darüber gab, mit welchem Trainer wir künftig die Nationalmannschaft prägen wollen. Wir werden natürlich mit Christian in Richtung Olympia gehen und die Sommerspiele anpeilen.“

Nun gab es die 180-Grad-Wende: Der Deutsche Handball-Bund glaubt, dass die Olympia-Quali im Frühjahr mit Gislason deutlich wahrscheinlicher ist als mit Prokop. (dhe)

 
 

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