Bahnradfahrerin Grabosch ist "Juniorsportlerin des Jahres"

Deutschlands Beste: Bahnradfahrerin Pauline Grabosch.
Deutschlands Beste: Bahnradfahrerin Pauline Grabosch.
Foto: Picture Alliance für Deutsche Sporthilfe
Die 18-Jährige Pauline Grabosch wird zur Juniorsportlerin des Jahres gekürt. Der erste Gratulant bei der Feier in Bonn ist eine Schildkröte.

Bonn. Zu den ersten Gratulanten gehörte eine Schildkröte. Das mannshohe Panzertier taperte auf die Bühne, steuerte Pauline Grabosch an und fiel der jungen Bahnradfahrerin mit voller Wucht freudetrunken um den Hals. Wenige Augenblicke zuvor hatte die 18 Jahre alte Erfurterin die größte Auszeichnung bekommen, die es in dieser Altersklasse im deutschen Sport gibt: Grabosch ist von der Deutschen Sporthilfe zur Juniorsportlerin des Jahres gekürt worden. In dem Schildkrötenkostüm steckte übrigens ihr Stiefvater Stefan Meyer als Überraschungsgast.

Es war ein launiger Abend, den die Sporthilfe da im Pantheon-Theater von Bonn-Beuel auf die Beine gestellt hatte. Auf der Bühne zeigte Ex-Beachvolleyballer Jonas Reckermann, dass er vier Jahre nach seinem Olympia-Gold von London nicht unbedingt Sand unter den Füßen braucht, um Zuschauer zu unterhalten. Auch als Moderator gelingt ihm das. Und das, obwohl er nicht die von ihm gewünschte „blonde, junge, hübsche Assistentin“ bekam. Stattdessen erschien an seiner Seite der Essener Kanute Max Hoff, haararm und mittelalt, dafür aber Olympiasieger und durchaus witzig.

Die frisch gekürte Juniorsportlerin des Jahres befindet sich in guter Gesellschaft. Seit 1978 richtet die Sporthilfe jährlich diese Ehrung aus. Unter anderem sind die Schwimmer Michael Groß (1981)und Franziska van Almsick (1992), Tischtennisspieler Timo Boll (1997), Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch und Biathletin Magdalena Neuner (2007/2008) ausgezeichnet worden. Pauline Grabosch weiß das zu schätzen: „Ich bin stolz wie Bolle. Ich trete in unglaublich große Fußstapfen“, sagte die zweifache Bahnrad-Weltmeisterin der Junioren. Der Titel Mannschaft des Jahres ging an Bobpilot Johannes Lochner und Anschieber Joshua Bluhm.

Annike Krahn verabschiedet

Die Sporthilfe verabschiedete in Bonn auch erfolgreiche Athleten in ihren leistungssportlichen Ruhestand, darunter die Bochumer Fußball-Weltmeisterin Annike Krahn (die aber in Leverkusen weiter Bundesliga spielt), Hockey-Olympiasieger Oskar Deecke vom Crefelder HTC und Wasserballer Tobias Kreuzmann (ASC Duisburg), der mehr als 300 Länderspiele absolvierte.

 
 

EURE FAVORITEN