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Seizinger ist der Gegenentwurf zu Maria Riesch

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Während die in Datteln geborene Katja Seizinger in ihrer außergewöhnlich erfolgreichen Karriere publikumswirksame Auftritte eher vermied, eilte Riesch nach ihrem dritten Platz im Super-G bei ihrer Heim-WM von Termin zu Termin.

Garmisch-Partenkirchen. 

Katja Seizinger ist der Gegenentwurf zu Maria Riesch. Während die in Datteln geborene Seizinger in ihrer außergewöhnlich erfolgreichen Karriere publikumswirksame Auftritte eher vermied, eilte Riesch nach ihrem dritten Platz im Super-G bei ihrer Heim-WM von Termin zu Termin, so dass man sich schon fragt, ob es mehrere Maria Rieschs gibt.

Aber auch Katja Seizinger, die seit ihrer Heirat Katja Weber heißt, lässt sich die WM im eigenen Land nicht entgehen. Die 38-Jährige, die drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und einen Titel bei Weltmeisterschaften gewann, wedelte sogar bei der Eröffnungsfeier mit rotem Zylinder im Duett mit Markus Wasmaier den Aufsprung-Hügel der Skisprungschanze herunter.

Das Skifahren hat sie sichtlich nicht verlernt und auch äußerlich hat sich die zweimalige Gesamtweltcup-Siegerin seit ihrem Rücktritt im März 1999 kaum verändert. Dagegen hat sich beruflich und privat viel getan in ihrem Leben. Erst beendete sie ihr Studium der Betriebswirtschaft, dann heiratete sie Kai-Uwe Weber und trat schließlich ins familiäre Stahl-Unternehmen ein. Nach Garmisch-Partenkirchen kommt sie häufig. Unbemerkt wohnt sie in ihrem Ferienhaus und bringt ihren Kindern Finn (4) und Ylva (2) die Balance auf den Skibrettern bei. Eine erfolgreichere Lehrerin kann es kaum geben.