„Schwebendes Verfahren“ um Rome

Iserlohn.  Diese Frage, sie barg Brisanz in sich. Trotzdem zögerte Jari Pasanen, der Trainer der Iserlohn Roosters, nicht mit seiner Antwort. Damit sorgte er allerdings weniger für Klarheit, sondern heizte die Debatte um einen Spieler des Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga zusätzlich an.

„Wird Ashton Rome zukünftig wieder spielen?“ So lautete die Frage nach dem 4:2-Heimsieg am Sonntagabend gegen die Straubing Tigers, bei dem Rome erneut nicht im Kader stand und – im Gegensatz zum verletzt fehlenden Louie Caporusso zum Beispiel – auch nicht als Zuschauer in der Eishalle am Seilersee gesichtet wurde. Pasanen antwortete: „Das ist eine interessante Frage, die man aber Karsten Mende (Manager der Roosters; d.Red.) stellen muss.“

Auf Nachfrage hielt sich dieser am Montag jedoch bedeckt. „Die Personalie ist ein schwebendes Verfahren, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, richtete Mende knapp aus. Dazu, dass längst gemunkelt wird, dass demnächst die Vertragsauflösung verkündet wird – kein Kommentar von Mende.

Disziplin- oder Fitnessprobleme?

Gerüchten, Rome sei nach der 2:7-Niederlage gegen die Kölner Haie aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden, trat Jari Pasanen nach dem 2:1-Heimsieg gegen den EHC RB München entschieden entgegen. „Das stimmt nicht“, sagte der Trainer und erklärte: „Wir werden in dieser Saison noch einiges von ihm sehen.“ Karsten Mende hatte ergänzt, dass Rome nach einer Knieblessur nicht „100-prozentig fit“ sei und deshalb vorerst nur trainiere.

Nach zwei weiteren Siegen in Schwenningen und gegen Berlin ohne Rome war dieser am vergangenen Freitag beim Auswärtsspiel in Mannheim in den Kader zurückgekehrt. „Wir hatten verletzte Spieler, er hatte fleißig trainiert - und hat wieder mitgespielt. Er hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagte Pasanen anschließend. Im Heimspiel gegen Straubing fehlte die Nummer 44 allerdings wieder.

Statt nun etwa über das bärenstarke Comeback zwischen den Pfosten von Chet Pickard zu debattieren, der nach der Geburt seiner Tochter erstmals wieder anstelle von Mathias Lange begonnen hatte und seinem Torwartkollegen in nichts nachstand, überlagerte die Rome-Diskussion die Gespräche in der Eishalle. Prompt machten erneut Gerüchte die Runde, zwischen dem 30-Jährigen, der im Sommer aus Schwenningen gekommen war, und dem Rest der Iserlohner Mannschaft stimme die Chemie einfach nicht. Von insgesamt neun Spielen, in denen
Rome im Kader stand, gewannen die
Roosters lediglich zwei (in Krefeld und gegen Augsburg). Die vier Spiele ohne ihn entschieden sie allesamt für sich.

Wie es in dieser Personalie nun weitergeht? Am Mittwoch steht das Auswärtsspiel der Roosters beim ERC Ingolstadt auf dem Programm. Das zumindest steht fest.

 
 

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