Schön spielen sollen andere

Köln..  Vergnügungssteuer muss der 1. FC Köln für seine Heimspiele in dieser Saison sicher nicht bezahlen. „Dass es nicht lustig ist, nur vier Tore und einen Sieg in den zehn Heimspielen geschafft zu haben, ist klar“, befand FC-Chefcoach Peter Stöger (Bild) nach dem tor- und trostlosen Remis im Duell der Aufsteiger gegen den SC Paderborn, fügte aber nüchtern an: „Wir sind nicht in der Bundesliga angetreten, um einen Schönheitspreis zu gewinnen.“

Zweitschlechteste Heimbilanz

Der Österreicher kann trotz der zweitschlechtesten Heimbilanz der Liga (nach Stuttgart) und inzwischen fünf Nullnummern im Kölner Stadion dennoch gelassen sein. Schließlich holte sein FC auf fremden Plätzen schon 16 Punkte und liegt mit insgesamt 24 Zählern im Tabellen-Mittelfeld. Um das Ziel Klassenverbleib zu erreichen, wäre Stöger auch weiter die Eichhörnchen-Methode recht. „Zwölf Unentschieden reichen“, scherzte er.

Gut leben konnten auch die Paderborner mit der Punkteteilung, obwohl es schon ihr zehntes siegloses Spiel in Serie war und die eigene Leistung keineswegs berauschend war. Nach dem 0:5 in Mainz und dem 0:3 gegen Hamburg gelang es den Ostwestfalen immerhin, die rasante Talfahrt zu stoppen. „Das ist der Weg der kleinen Erfolgserlebnisse“, meinte Gäste-Coach André Breitenreiter. „Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, ist klar und war in unserer Situation nicht zu erwarten.“ Dem pflichtete Kapitän Uwe Hünemeier bei: „Nach den Niederlagen kann man nicht erwarten, dass wir Hurra-Fußball spielen.“

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