Schalke stichelt weiter gegen Magath

RB Leipzig - VfL Wolfsburg
RB Leipzig - VfL Wolfsburg
Vor dem Wiedersehen mit Ex-Trainer Felix Magath am Sonntag in Wolfsburg ist der FC Schalke 04 entspannt. Manager Horst Heldt wird Magath "ganz normal begegnen", Trainer Ralf Rangnick erwartet sportlich keine Überraschungen - und stichelt.

Gelsenkirchen.. Gut gelaunt und harmonisch geben sich Trainer Ralf Rangnick und Manager Horst Heldt vom FC Schalke 04 vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Sonntag (17.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker). Nach Ablauf der Transferperiode und Horst Heldts Verkaufs-Marathon lobten sich beide gegenseitig - und das Treffen mit Ex-Trainer Felix Magath erwähnten sie nur indirekt.

"Viel mehr war nicht möglich. Da hat der Horst einen guten Job gemacht", sagte Rangnick zu den zahlreichen Transfers in der gerade beendeten Transferperiode. Schalke wurde auch zahlreiche Spieler los, die Magath geholt hatte. Mit einem Lächeln auf den Lippen ergänzte Rangnick: "Aber Horst war ja auch vorher ausgeruht. In dem Bereich konnte er sich erholen." Wieder mal eine Spitze gegen Felix Magath, in dessen Amtszeit Horst Heldt auf Schalke nur wenig zu sagen hatte - und an Transfergeschäften gar nicht beteiligt war. Heldt blieb ernst, gab aber das Lob zurück: "Für unsere Planungen war es wichtig, dass der Trainer uneingeschränkt mitmarschiert."

Sportlich keine Überraschungen

Sportlich geben sich Rangnick und Heldt nach drei Siegen in Folge, dem Sprung auf Platz zwei und in die Gruppenphase der Europa League entspannt und können auch auf das Wiedersehen mit Magath relaxt reagieren. "Ich habe schon oft gegen Felix Magath gespielt, wir kennen uns zehn, zwölf Jahre. Er war mal mein Nachfolger in Stuttgart, ich bin jetzt sein Nachfolger hier. So etwas gibt es in unserem Geschäft. Für uns ist es nur ein besonderes Spiel, weil wir unsere Serie erfolgreicher Spiele fortsetzen wollen", sagte Rangnick. Heldt ergänzte: "Wir konzentrieren uns auf unsere Belange und werden uns ganz normal begegnen." Überraschungen in der Wolfsburger Taktik erwartet Rangnick trotz der zahlreichen Verpflichtungen nicht: "Wir wissen nicht ganz genau, wer auf welcher Position spielt, aber in der taktischen Grundordnung erwarte ich keine große Überraschung. Deshalb beschäftigen wir uns mit uns."

Wer von den 28 Profis - so viele sind es "nur" noch - in Wolfsburg zum 18-Mann-Kader gehört, verriet Rangnick noch nicht. Die Langzeitverletzten Levan Kenia, Tim Hoogland und Sergio Escudero fehlen auf jeden Fall. Escudero befindet sich in Spanien zum Rehatraining. Der dritte Torwart Mathias Schober bleibt ebenfalls in Gelsenkirchen, auch Andreas Wiegel, der weiterhin in der Regionalliga-Mannschaft spielt. Peer Kluge, Jermaine Jones, Jan Moravek und Christoph Metzelder trainieren zwar wieder, rücken aber deshalb nicht automatisch ins Aufgebot. "Es wird darum gehen, dass sie in den Rhythmus kommen. Bis Weihnachten haben wir mindestens sieben, wenn wir im DFB-Pokal in Karlsruhe gewinnen, sogar acht englische Wochen", sagt Rangnick und meint damit: Dann werden alle gebraucht.

Mario Gavranovic ist nicht mehr da. Der Stürmer spielt auf Leihbasis beim FSV Mainz 05. Die Mainzer haben sich zudem eine Kaufoption gesichert. Die liegt aber nicht - sagt Horst Heldt - bei 1,4 Millionen Euro, wie es hieß. Heldt: "Das ist die falsche Zahl. Es ist kein Geschäft, das ein finanzieller Nachteil für Schalke wäre."

 
 

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