SC Paderborn beendet Sieglos-Serie dank Alban Meha

Hannover..  Dank eines Doppelschlages von Srdjan Lakic und Alban Meha hat der SC Paderborn seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga beendet. Mit dem 2:1 (0:0)-Sieg bei Hannover 96 gelang dem zuletzt bedenklich schwächelnden Aufsteiger nach zehn Spielen ohne Sieg wieder ein Dreier und der Sprung auf den zwölften Tabellenplatz. Lakic (72. Minute) per Kopfball und Meha (79.) per Flatter-Freistoß erzielten am Sonntag die ersten Tore für die Ostwestfalen in diesem Jahr und verhinderten damit am 21. Spieltag auch den drohenden erstmaligen Absturz des Aufsteigers auf einen Abstiegsplatz. „Wir sind für eine engagierte Leistung belohnt worden. Es war eine riesige moralische Leistung“, sagte Michael Born, sportlicher Leiter der Paderborner.

Die Hannoveraner, die durch Marcelo (66.) vor 38 300 Zuschauern in Führung gegangen waren, warten hingegen weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde und nähern sich langsam den Abstiegsrängen. „Wir dürfen die Augen davor nicht verschließen. Es wird immer schwieriger“, sagte Torwart Ron-Robert Zieler. Hannover setzte die Taktik von Trainer Tayfun Korkut durchaus um: Viel Ballbesitz von Anpfiff an. Nur die Effektivität ließ zu wünschen übrig. Die erste Chance bot sich Jimmy Briand (10. Minute) nach einem Pass von Lars Stindl. SCP-Verteidiger Rafa Lopez - eine große Stütze seines Teams - klärte geschickt. Stindl (28.) hatte Pech, dass er mit einem artistischen Schuss seinen Kollegen Joselu anschoss, der zudem im Abseits stand, so dass der Abpraller nicht mehr verwertet werden konnte.

Paderborn agierte mit Konzentration auf die Defensive und tauchte nur selten vor dem Tor von Zieler auf. Der Nationalkeeper parierte zweimal gegen Meha (22./42.) sowie bei einem Schuss von Süleyman Koc (32.) - wirklich bange musste den 96-Fans aber auch in diesen Situationen noch nicht sein.

Korkut brachte für die zweiten Halbzeit Angreifer Artur Sobiech für Defensivmann Christian Schulz, der in der ersten Halbzeit seine fünfte Gelbe Karte der Saison gesehen hatte und in der kommenden Woche gegen den 1. FC Köln fehlen wird. Mehr nach vorne spielte aber nun Paderborn. Koc (64.) konnte sich fast schon als erster Paderborner Torschütze 2015 fühlen. Doch Miiko Albornoz kratzte den Ball noch von der Linie.

Praktisch im Gegenzug traf Marcelo für Hannover zur Führung. Paderborn schien wieder auf der Verliererstraße und hatte doch noch die Kraft zurückzuschlagen. Joker Lakic gelang per Kopfball der Ausgleich. Meha drosch einen Freistoß in die Maschen - Zieler machte dabei eine unglückliche Figur. „Das ist schon mein Anspruch, so einen Ball zu halten“, gestand er.

EURE FAVORITEN