Nach zweimal Silber holt Felix 200-m-Gold

Nach Silber in Athen 2004 und Peking 2008 hat Allyson Felix bei den Olympischen Spielen in London erstmals die Goldmedaille über 200 m gewonnen.

London (SID) - Allyson Felix legte sich die "Stars and Stripes" um die schmalen Schultern, strahlte über das ganze Gesicht und ließ sich von den 80.000 Zuschaeurn feiern. Die 26-Jährige war in ihrem unnachahmlichen Stil in 21,88 Sekunden über 200 m zu Gold geflogen und hatte für den ersten Sprint-Olympiasieg der USA seit 1996 gesorgt. Damals gewann Gail Devers die 100 m. Danach hatte sich die stolze Sprinter-Nation über 100 und 200 m stets geschlagen geben müssen.

Felix, die zierliche Läuferin mit dem eleganten Schritt, beendete nun diese Negativ-Serie. Zudem gewann die angehende Lehrerin nach Silber in Athen 2004 und Peking 2008 erstmals Gold über die halbe Stadionrunde. Außerdem war sie bereits drei Mal Weltmeisterin auf dieser Strecke. Vor 20 Jahren hatte Gwen Torrence in Barcelona das bisher letzte Olympia-Gold der USA über 200 m geholt.

Hinter der souveränen Siegerin, die vom legendären US-Trainer Bob Kersee betreut wird, kam 100-m-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika ins Ziel. "Pocket Rocket", wie die kleine 25-Jährige genannt wird, wurde nach 22,09 gestoppt. Bronze holte sich die 100-m-Zweite Carmelita Jeter aus den USA in 22,14 Sekunden. Deutsche Läuferinnen waren nicht am Start.

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