Über die Asche gequält: KFC Uerdingen erreicht nächste Runde im DERWESTEN.de-Niederrheinpokal

Uerdinger Jubel.
Uerdinger Jubel.
Foto: Thorsten Tillmann
Der KFC Uerdingen zieht mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg über den Bezirksligisten VfL Tönisberg in die nächste Runde des Niederrheinpokals ein.

Kempen. Vor der Partie gab es eine kleine Überraschung: Das Geläuf für die 2. Runde im Niederrheinpokal zwischen dem VfL Tönisberg und dem KFC Uerdingen war nicht grün, sondern rot.

Schürfwunden statt weichem Aufkommen. Asche statt Rasen. Auf dem Platz folgte dann die nächste Überraschung, denn der Bezirksligist aus Tönisberg schlug sich gegen den Tabellenführer der Regionalliga bemerkenswert gut.

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Großen Anteil daran hatte natürlich auch das Geläuf. Trotzdem wäre es unfair und auch falsch die aufopferungsvolle Leistung der Kempener lediglich darauf zu reduzieren. Das Team von Trainer Karl-Heinz Himmelmann lieferte dem KFC einen großen Kampf. "Eigentlich hatte ich ein Weiterkommen fest eingeplant," witzelt Himmelmann nach der Partie. "Aber Spaß bei Seite. Wir haben gegen einen sehr starken Gegner eine klasse Partie gemacht," lobt er seine Mannschaft.

Den Uerdingern fiel es zu Beginn sichtlich schwer Torchancen herauszuspielen und so war es der Gastgeber der durch Robin van Radecke (18.). Nach einem langen Abschlag nahm der 20-Jährige seinen ganzen Mut zusammen und setzte den Ball volley knapp neben den Kasten. "In der Situation hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten," weiß auch KFC-Trainer Michael Wiesinger.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nahmen die gelungenen Spielzüge der Grotenburger zu. Tönisberg hielt mit Zweikampfstärke und gefährlichen langen Bällen jedoch gut dagegen. Dem KFC gelang es quasi erst mit dem Pausenpfiff das Blau-Weiße Bollwerk der Tönisberger zu knacken. Joshua Endres wurde im Strafraum völlig allein gelassen und köpfte ohne Probleme ein (45.).

Ungefährdeter KFC-Sieg, tolle Eigenwerbung von Tönisberg

Das Tor unmittelbar vor dem Pausenpfiff ging an den Tönisberger Akteuren nicht spurlos vorbei. Unverändert kamen die Teams aus der Kabine. Eine Veränderung war trotzdem zu spüren. Der KFC riss das Spiel immer mehr an sich. Die Pässe kamen genauer und die Chancen nahmen zu. "Wir haben das Spiel besser angenommen," lobt Wiesinger seine Spieler. Dem Bezirksligisten war zum einen der große läuferische Aufwand anzumerken, der in der ersten Hälfte betrieben wurde. Zum anderen drückte das späte Gegentor auf die Moral.

Die Folge waren zwei weitere Tore für den Favoriten: Kevin Pino Tellez (53.) und erneut Joshua Endres (65.) erhöhten verdient auf 3:0. Fast kam es noch dicker für Tönisberg, aber sowohl Conor Krempicki (70.) und Charles Takyi (74.) scheiterten am Aluminium.

Somit stand am Ende ein verdienter Zweitrunden-Erfolg für den KFC. Tönisberg betrieb mit einer engagierten Leistung hervorragende Eigenwerbung. "In der ersten Halbzeit habe ich mich noch über das späte Gegentor geärgert. In der zweiten Hälfte waren die Akkus dann aber leer und die Niederlage abzusehen," gesteht sich Himmelmann die Niederlage ein. Sein Gegenüber war am Ende des Tages vor allem froh, dass sich niemand verletzt hat: "Ich freue mich eine Runde weiter zu sein. Wir wollten einen sicheren und sauberen Auftritt hinlegen. Meine größte Sorge war, dass sich jemand verletzt. Das ist aber zum Glück ausgeblieben."

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