RW Oberhausen muss vor dem DERWESTEN.de-Niederrheinpokal wieder in die Spur finden

Maik Odenthal schleicht nach dem Gegentreffer zum 0:1 gegen den SC Wiedenbrück am jubelnden Gast vorbei. Kein seltenes Bild der letzten Partien.
Maik Odenthal schleicht nach dem Gegentreffer zum 0:1 gegen den SC Wiedenbrück am jubelnden Gast vorbei. Kein seltenes Bild der letzten Partien.
Foto: Micha Korb

Oberhausen.  Es sind nur noch wenige Tage bis zum Halbfinale im Niederrheinpokal am 17. April gegen den FSV Duisburg. Eine Partie, deren Bedeutung in den letzten Wochen immer weiter angewachsen ist. Die Kleeblätter wollen unbedingt ins Finale kommen, um gegen Rot-Weiss Essen den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals klar zu machen.

Es ist das große, vielleicht aber auch einzig verbliebene Ziel in dieser Saison, nachdem bekannt wurde, dass der Verein keine Lizenzprüfung für die Dritte Liga beantragt hat. Im Ligaalltag konnte sich RWO allerdings für eben jenes Ziel in den letzten Wochen nur wenig Selbstvertrauen holen. Gegen den SC Wiedenbrück (1:3) gab es nun bereits die fünfte Pleite in den vergangenen drei Wochen.

Derzeit nicht vom Glück gesegnet

Nein, RWO ist derzeit nicht vom Glück gesegnet. Das war gegen den Tabellendritten nicht nur in den eigenen Offensivaktionen zu erkennen, wo der Ball entweder zu selten den richtigen Adressaten fand oder erst gar nicht gefährlich auf den Kasten der Gäste kam. Auch ansonsten kam an diesem Abend einiges zusammen. Abgefälschte Kullerbälle finden da auf Umwegen ihren Weg ins Tor von Schlussmann Robin Udegbe. Dazu gesellten sich unglückliche Schiedsrichterentscheidungen in Sachen Elfmeter für und gegen RWO.

Doch Wiedenbrück hat genau das, was dem Team von Mike Terranova momentan fehlt: einen positiven Lauf. Und da klappen dann eben auch Sachen, die der Kleeblatt-Elf momentan nicht gelingen.

Terranova: „Verdient verloren“

Doch alles auf den Faktor Glück zu schieben, wäre natürlich zu kurz gedacht beziehungsweise würde auch nicht das Geschehen auf dem Rasen widerspiegeln. Denn die Beurteilung von Terranova war nach dem Spiel klar und vor allem richtig: „Egal wie man es dreht und wendet, am Ende haben wir diese Partie verdient verloren.“

Dabei war es durchaus verwunderlich, warum die Rot-Weißen besonders in den ersten 45 Minuten mit so wenig Mut in die Partie gingen. Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass die vergangenen Niederlagen kaum für eine breitere Brust gesorgt haben. Doch hatte sich die Mannschaft beim 1:1 gegen den Wuppertaler SV und auch beim unglücklichen 2:4 gegen den KFC Uerdingen deutlich verbessert gezeigt.

Mut zum Risiko fehlt

„Wir haben gegen den KFC vieles richtig gemacht, spielen dann zu Hause vor den eigenen Fans und dennoch fehlt uns in den entscheidenden Momenten einfach der Mut. Das kann ich mir nicht erklären“, meinte ein sichtlich enttäuschter Mike Terranova. Mut definiere sich auch darüber, ins Risiko zu gehen, den Ball nicht immer quer zu spielen, sondern eben auch ins Eins gegen Eins zu gehen, führte „Terra“ weiter aus. „Fehler gehören zum Fußball dazu, die habe ich genauso gemacht. Doch es geht eben darum, sich wieder aufzuraffen und hinterherzugehen.“

Im selben Atemzug unterstrich der Linienchef aber auch die Qualitäten seiner Jungs, die im Augenblick nur unregelmäßig abgerufen werden. Eben alles eine Kopfsache. „Es bringt jetzt nichts draufzuhauen. Ich glaube, die Mannschaft hat genug Potenzial, um die nächsten Partien auch zu gewinnen. Und den Pokal zu holen ist dabei unser großes Ziel, keine Frage.“

Charakter der Mannschaft stimmt

Wenn man auch noch zusätzliche Zuversicht für die kommenden Aufgaben schöpfen will, gilt es nochmal den Blick vor den Anpfiff gegen Wiedenbrück zu lenken. Da liefen nämlich sämtliche Spieler symbolisch mit dem Trikot der Nummer Fünf auf das Spielfeld. Die gehört Jasper Stojan, der sich im Abschlusstraining zum Uerdingen-Spiel einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Außenbandriss zu zog. Der 19-Jährige wird deshalb auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. Der Charakter innerhalb der Mannschaft stimmt also auf jeden Fall. Jetzt heißt es, eben diesen auch über 90 Minuten auf dem Rasen zu zeigen.

INFO: Am Samstag kommt die U 21 des 1. FC Köln

Bevor es am 17. April gegen den FSV Duisburg im Niederrheinpokal um den Einzug ins Finale geht, steht für RW Oberhausen am Samstag, 14 Uhr, gegen die U 21 vom 1. FC Köln noch ein Ligaspiel auf dem Programm.

Die Domstädter stehen derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz und brauchen in Sachen Klassenerhalt jeden Zähler. Zuletzt feierten die Nachwuchs-Geißböcke einen 3:2-Sieg gegen Alemania Aachen.

 
 

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