Oberhausen

DERWESTEN.de-Niederrheinpokal: RWO muss schleunigst Spielpraxis für die Liga sammeln

Aloy Ihenacho, hier noch im Trikot des FC Ingolstadt gegen Unterhachings Josej Welzmüller, feiert seine Premiere im RWO-Trikot.
Aloy Ihenacho, hier noch im Trikot des FC Ingolstadt gegen Unterhachings Josej Welzmüller, feiert seine Premiere im RWO-Trikot.
Foto: imago

Oberhausen.  „Ich bin ein echter Mittelstürmer“, sagt Aloy Ihenacho und lächelt freundlich. Der RWO-Neuzugang schaute sich Samstag die Partie der Rot-Weißen bei Alemannia Aachen und sah die komplizierten Versuche, ohne Mittelstürmer auszukommen und dabei sogar Tore zu schießen Es blieb beim 0:0 und das war nicht die Schuld der „falschen Neun“ Rafael Garcia. Da kamen ganz viele Umstände beim Nullsummenspiel zusammen.

Ihenacho soll dazu beitragen, dass RWO wieder mehr Tore schießt. Philipp Gödde, der dafür aus Aachen geholt wurde, fällt bekanntlich mit Rückenproblemen auf unbestimmte Zeit aus. Auch der Ausfall des torgefährlichen Schlüsselspielers Robert Fleßers trägt dazu bei, dass der RWO-Motor im Vorwärtsgang stottert. Gegen Viktoria Köln wurde das noch mit einem sensationellen Eigentor aufgefangen.

Doch so viel Glück wird Rot-Weiß nur selten haben.

Das Pokalspiel kommt genau richtig

Deswegen kommt das Pokalspiel gegen den Essener Bezirksligisten DJK Winfried Kray in der zweiten Niederrheinpokal-Runde heute gerade recht (19.30 Uhr).

Denn diese eigentlich ungeliebten Pflichtaufgaben gegen so genannte Kleine sind im aktuellen Zustand von RWO nun gute Gelegenheiten, Spielern Praxis zu vermitteln, Laufwege kennenzulernen. Dies gilt vor allem im Fall von Ihenacho. der bei Drittligist RW Erfurt nahezu einen ganze Saison auf der Bank saß. „Ich bin zwar fit, brauche aber bestimmt noch ein bisschen Zeit, um wieder bei 100 Prozent zu sein“, sagte er nach dem Spiel gegen Aachen in den Katakomben des Tivoli.

Dann fehlt die Durchschlagskraft

Er hat sich bereits ein gutes Bild davon gemacht, was ihn bei RWO erwartet: Wir haben einen kleinen Kader, da wird es nach hinten hinaus schnell eng. Und dann fehlt die Durchschlagskraft.“ Die scheint er zu haben, im Training macht er einen athletischen und durchsetzungsfreudigen Eindruck. Er trifft auch bereits. „Ich habe hier einen Vertrag über zehn Monate bekommen. In der Zeit will ich mich allen zeigen und mich wieder für andere empfehlen.“

Das gilt aber auch für andere Spieler. So etwa für Felix Haas, der nach langer Verletzungszeit wieder aufgebaut werden soll, um eine Alternative in der Innenverteidigung darzustellen. Auch Patrick Schikowski wird in dieser Partie in der Startelf stehen, um Routine zu bekommen.

Viele Spieler auf dem Prüfstand

Natürlich betrifft das auch Torwart Krystian Wozniak, der in solchen Spielen ebenfalls Praxis sammeln soll, um im Fall der Fälle sofort für Stammkeeper Robin Udegbe einspringen zu können. Und weiter soll die Pokalpartie dazu dienen, junge Akteure wie Can Serdar, Tarik Kurt, Andreas Ogrzall, Marvin Lorch, Aaron Langen oder Jasper Stojan näher an den Kader der Regionalliga-Truppe heran zu führen.

 

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