„Der muss doch morgen arbeiten“ - Bezirksliga-Kicker sorgt für Gelächter beim DERWESTEN.de-Niederrheinpokal

Hassan El Hamad (l.) vom VfB Frohnhausen brachte die Zuschauer zum Lachen.
Hassan El Hamad (l.) vom VfB Frohnhausen brachte die Zuschauer zum Lachen.
Foto: Thorsten Tillmann

Essen.. Während des DERWESTEN.de-Niederrheinpokal-Achtelfinals zwischen dem Bezirksligisten VfB Frohnhausen und Regionalligist KFC Uerdingen, das der KFC locker mit 9:0 (3:0) gewann, kam es zu einer Spielszene, die für Gelächter sorgte.

Es lief die 85. Spielminute. Das Niederrheinpokal-Viertelfinale zwischen dem VfB Frohnhausen und dem KFC Uerdingen war längst entschieden. Die Uerdinger führten souverän mit 7:0 beim Essener Bezirksligisten, da rauschte KFC-Stürmer Marcel Reichwein VfB-Akteur Samir Laskowski von hinten in die Beine und säbelte die Nummer zehn der Löwen um.

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Weit und breit wäre keine Gefahr entstanden, spielte sich das Foul schließlich auf Höhe der Mittellinie ab. Laskowskis Teamkollege Hassan El Hamad reagierte am schnellsten und lief wutentbrannt auf den Regionalliga-Stürmer zu: „Was ist mit dir Junge? Der muss doch morgen arbeiten“, schrie der Mittelfeldspieler Reichwein direkt ins Gesicht und sorgte damit für großes Lachen bei den rund 700 Zuschauern an der Helmut-Rahn-Sportanlage.

Schließlich verdient ein Spieler wie Reichwein, der beim aktuellen Spitzenreiter der Regionalliga spielt, mit großer Wahrscheinlichkeit ein paar Euro mehr, als ein Bezirksligaspieler des VfB Frohnhausen.

„Für seinen Job wird es schon noch reichen“, entgegnete ein Zuschauer und heizte das Gelächter auf der Tribüne weiter an. Schiedsrichter Robin Delfs beruhigte die Situation und Reichwein ignorierte den Spruch des Tages des aufgebrachten Al Hamad. Samir Laskowski spielte die Partie zu Ende.

Regionalligist Wuppertaler SV mit Problemen in Hilden

Vor 770 Zuschauern hat der Wuppertaler SV am Mittwochabend den Oberligisten VfB Hilden im Niederrheinpokal mit 2:1 (2:0) geschlagen. Trainer Stefan Vollmerhausen wollte gegen die klassentieferen Hildener einige Stammkräfte schonen. So fanden sich beispielsweise Stammtorwart Sebastian Wickl, Kapitän Gaetano Manno, Gino Windmüller oder Daniel Grebe nur auf der Bank wieder.

Das Spiel begann schleppend. Bis zur 31. Minute gab es auf beiden Seiten keine Torchance und die Gastgeber erlaubten sich einige Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne. Dann setzte es allerdings den Doppelschlag für den Favoriten. Nach einer gewohnt scharfen Ecke von André Mandt verlängerte Peter Schmetz den Ball am kurzen Pfosten, sodass Christopher Kramer am langen Pfosten nur noch zur Führung einnicken musste. Gleich zwei Minuten später landete ein langer Ball auf Kramer vor den Füßen von Enzo Wirtz, der aus zwölf Metern abschloss. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und fand so den Weg in das Tor der Gäste.

Der Knoten schien geplatzt, doch das Spiel verflachte erneut. In der zweiten Hälfte kam der WSV zwar nach Standards und Flanken noch zu einigen Halbchancen, wirklich zwingend wurden die Wuppertaler aber nicht. In der 67. Minute gab es dann nach einem Foul von Tristan Duschka an Said Harouz sogar noch einen Foulelfmeter für die Gäste, den Denis Ivosevic sicher verwandelte. Das Team von Stefan Vollmerhausen begann leicht zu wackeln, rettete die knappe Führung aber über die Zeit, was den Trainer, der noch Manno, Windmüller und Grebe brachte, die eigentlich nicht zum Einsatz kommen sollten, im Endeffekt zufrieden stimmte: „Letztendlich ist das einzige, was im Pokal zählt, dass wir eine Runde weiter gekommen sind. Wir waren nicht sehr kreativ, aber es ist kein Geheimnis, dass wir nach Standards stark sind. Die 2:0-Pausenführung ist vielleicht sogar zu hoch ausgefallen, war für uns aber angenehm. Wir haben uns auch danach aber nicht mit Ruhm bekleckert.“

Hamborn 07 scheitert an TuRU Düsseldorf

Landesligist Sportfreunde Hamborn 07 unterliegt in der dritten Runde des Niederrheinpokals dem Oberligisten TV Jahn Hiesfeld vor knapp 200 Zuschauern mit 1:3 (0:1).

Das Spiel war gerade einmal einige Zeigerumdrehungen alt, da erhielten die Sportfreunde Hamborn schon den ersten Dämpfer. Jan Stuber rauschte mit einem Gegenspieler zusammen, blieb benommen auf dem Kunstrasen liegen. Nach wenigen Momenten war klar, dass es für den Kapitän nicht weiter geht. „Das war ganz bitter. Uns bricht momentan das ganze Mittelfeld verletzungsbedingt weg“, gab Trainer Armin Dimmel nach der Partie zu Protokoll.

Und dabei hätte es ein so schöner Abend für die Hamborner werden können. Es ging um viel an diesem Tag in Duisburg. Der Landesligist empfing den Oberligisten, die Rollen waren klar verteilt. Aber, und an dieser Floskel hatten sich auch die 07er vor der Partie bedient, der Pokal schreibt häufig auch seine eigenen Gesetze. Dementsprechend motiviert sahen die Akteure des Außenseiters vor dem Anpfiff auf der heimischen Anlage aus. Doch als das Flutlicht anging und der Kapitän kurze Zeit später sein Engagement einstellen musste, war davon nicht mehr allzu viel zu spüren.

Die Gäste waren von Trainer Thomas Drotboom ausgezeichnet auf dieses Pokalspiel eingestellt worden. Und so wurde auch der Klassenunterschied alsbald sichtbar. Hiesfeld spielte Fußball, Hamborn lief über weite Strecken der Begegnung dem runden Leder nur hinterher. So war es kaum verwunderlich, dass sich das Spielgeschehen immer weiter in Richtung des Hamborner Tores verschob. Als dann Kevin Menke ein unnachahmliches Solo startete, mehrere Gegenspieler gleichzeitig aussteigen ließ und trocken vollendete, schien den Duisburgern endgültig der Zahn gezogen (31.). „Wir hatten große Personalprobleme vor dieser Begegnung“, sagte Drotboom und ergänzte: „Dafür haben wir das gut gemacht. Ich bin glücklich, dass wir die nächste Runde erreicht haben.“

Doch ganz so klar war diese Angelegenheit dann doch nicht. Denn Dimmel schien seiner Mannschaft in der Pause die passenden Worte mit auf den Weg gegeben zu haben. Die Löwen starteten aggressiver in den zweiten Durchgang. Und wurden für die neu erweckte Gier prompt belohnt. Nach dem Ausgleich von David Gehle (52.) verfiel Hamborn allerdings wieder in die alte Lethargie. Diese bestraften die Gäste in Person von Niklas Jahny sofort und eiskalt (57.). „Das darf uns nicht passieren“, erklärte Dimmel. „Aber daran sieht man den Klassenunterschied. Hiesfeld war einfach unglaublich kaltschnäuzig vor dem Tor.“ Und so war nicht nur die alte Differenz wieder hergestellt - auch die alten Probleme blieben. Obschon man den Duisburgern den Siegeswillen nicht absprechen durfte – am Ende scheiterten sie an der fehlenden Qualität. Fünf Minuten vor dem Abpfiff sorgte Joel Zwikirsch für die Entscheidung. Der Hamborner Wille war endgültig gebrochen.

TuRU Düsseldorf siegt in Fischeln

Oberligist TuRU Düsseldorf gewinnt im Niederrheinpokal gegen den Ligarivalen Krefeld-Fischeln knapp mit 2:1 (0:0). Pokalspiel unter Flutlicht. Mit TuRU Düsseldorf und dem VfR Krefeld-Fischeln zwei Teams, die in der gleichen Liga spielen. Einiges war angerichtet. Als die Teams den Rasen betraten, fiel die musikalische Auswahl der Landeshauptstädter auf The Clash. Ihr wohl größter Hit: „Should I stay or should I go now?“ Diese Frage dürften sich die etwas mehr als 100 Zuschauer im Stadion an der Feuerbachstraße besonders in der ersten Halbzeit auch gestellt haben. Statt Pokalfight gab es Mittelfeldgeplänkel. Es dauerte bis zur 43. Minute, bis TuRUs Dominik Pulina die erste große Chance von Kakeru Hasui vorbereitete. Am Ende wurde der Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke geblockt.

Erst nach dem Pausentee durfte der Düsseldorfer Anhang erstmals jubeln. Pulina dribbelte sich an gleich vier Fischelnern vorbei, ehe er wohl von Sebastian Görres gelegt werden durfte. Schiedsrichter Kevin Domnick entschied sofort auf Elfmeter. Fabio Fahrian verwandelte cool und sicher unten rechts zur 1:0-Führung. Nur wenige Minuten später sollte der ehemalige Uerdinger den zweiten Treffer der Landeshauptstädter erzielen. Wieder vom Punkt. Diesmal hatte Leon Buschen den quirligen TuRU-Flügelstürmer Kakeru Hasui gelegt. Diesmal eine klare Angelegenheit. Zumindest die Düsseldorfer dürften über ihre Entscheidung, geblieben zu sein, froh gewesen sein.

Zwar kamen die Krefelder nach einem flach geschossenen Freistoß von der Strafraumkante durch Kevin Breuer noch einmal ran. Mehr war für die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi, die mit sieben Punkten aus den ersten neun Partien den Start vermasselt hat, jedoch nicht drin.

VfB Homberg scheitert im Elfmeterschießen

Vor fast vierstelliger Kulisse lieferten sich der Landesligist SV Scherpernberg aus Moers und der Duisburger Oberligist VfB Homberg ein packendes Derby, mit allem was dazu gehört. Am Ende musste die Glückslotterie Elfmeterschießen den entscheiden und gab den Ausschlag für die Scherpenberger - 8:7.

Dass der VfB trotz langer Überzahl nach der Roten Karte gegen Ercan Sendag für ein grobes Foul (26.) in die Verlängerung musste, nahm Frank Hildebrandt dem Team nicht krumm. „Scherpenberg stand kompakt und hat auf dem kleinen Aschenplatz viel mit langen Bällen agiert, sodass wir die Überzahl kaum ausnutzen konnten“, so der Sportliche Leiter, des VfB.

Der VfB legte nach sieben Minuten durch Sadiklar vor und hätte die Führung ausbauen können, stattdessen kippte das Spiel und die Gastgeber drehten den Spielstand in Unterzahl. Homberg meldete sich zurück, verpasste es nach dem Ausgleich durch Ferdi Acar und der erneuten Führung durch ein Eigentor von Meik Kuta aber wieder, den Sack zuzumachen, sodass es mit dem 3:3 durch Hati Coric in die Verlängerung ging. Sadiklar legte vor, Ex-VfB-Kicker Ercan Aydogmus nach – 4:4, Elfmeterschießen. Und hier wurde ausgerechnet Ex-VfB-Keeper Dominik Weigl mit zwei parierten Elfern gegen Sadiklar und Rybacki zum Spielverderber der Homberger.

Achtelfinale im DERWESTEN.de-Niederrheinpokal - die Ergebnis-Übersicht

DJK VfB Frohnhausen - KFC Uerdingen 0:9

TuRU Düsseldorf - VfR Fischeln 2:1

Hamborn 07 - Jahn Hiesfeld 1:3

SV Scherpenberg - VfB Homberg 8:7 n. E.

VfB Hilden - Wuppertaler SV 1:2

 

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