Essen

5:0! RWE dreht in Halbzeit zwei auf und steht im DERWESTEN.de-Niederrheinpokalfinale

Geht doch: Die Essener jubeln über das Tor zum 2:0.
Geht doch: Die Essener jubeln über das Tor zum 2:0.
Foto: Tillmann

Essen. „Ausscheiden verboten.“ So lautete die Devise der Essener vor dem Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den Oberligisten TV Jahn Hiesfeld. Nach den jüngsten Rückschlägen in der Meisterschaft gegen Wattenscheid (2:3) und Uerdingen (2:2) sollte im Pokal Wiedergutmachung betrieben werden. Dies ist dem Favoriten gelungen. Und das sehr souverän. Nach dem 5:0 (0:0)-Erfolg vor 2675 Zuschauern gegen den TV Jahn steht RWE zum vierten Mal in Folge im Finale. Der Pokalsieg wäre nach dieser bitteren Saison ein Trostpflaster für die Fans.

Der haushohe Favorit tat sich zu Beginn aber schwer gegen den ambitionierten Fünftligisten aus Dinslaken, der im Viertelfinale den Essener Ligarivalen Wuppertaler SV (6:5 n.E.) sensationell aus dem Wettbewerb warf. Die große Bühne im Stadion Essen schien den Außenseiter zu beflügeln. "Für uns ist es eine Ehre gegen diesen Klub um das Niederrheinpokal-Finalticket zu spielen", hatte Hiesfeld-Trainer Thomas Drootboom vor der Partie im RevierSport-Interview gesagt.

Doch der Tabellendritte der Oberliga Niederrhein war nicht nur gekommen, um die Eindrücke an der Hafenstraße zu genießen. Der TV Jahn kämpfte. RWE benötigte 45 Minuten, um vor heimischem Publikum die erste Großchance herauszuspielen. Torjäger Marcel Platzek setzte einen Kopfball nur knapp am Tor der Gäste vorbei.

Mit einem enttäuschenden 0:0 ging es für den Regionalligisten in die Kabine. Doch anders als in vielen Heimspielen in dieser enttäuschenden Saison behielten die Rot-Weissen die Nerven. Geduldig wartete die Mannschaft des scheidenden Trainers Argirios Giannikis auf ihre Chance. Nach der Halbzeit wurden die Offensivaktionen der Hausherren immer druckvoller. Die logische Konsequenz war der verdiente Führungstreffer durch Innenverteidiger Jan-Steffen Meier, der den Ball nach einer Ecke in den Winkel zimmerte (62.).

RWE dreht am Ende auf

Dieses Tor war der erhoffte Brustlöser für die Essener und nur drei Minuten später folgte die Entscheidung. Dennis Malura erhöhte auf 2:0. Wieder waren die Rot-Weissen nach einer Ecke erfolgreich. Der tapfere Außenseiter war geschlagen, die Gegenwehr gebrochen. Kmail Bednarski (80., 91.) und Kai Pröger (82.) schraubten das Ergebnis noch in die Höhe.

RWE muss sich nun bis zum 17. April gedulden, ehe der Finalgegner ermittelt wird. Dann trifft Landesligist FSV Duisburg auf Rot-Weiß Oberhausen. Gut möglich also, dass es zum Traumfinale zwischen RWE und RWO kommt. Zuletzt gab es dieses Duell im Finale des Niederrheinpokals im Jahr 2015. Damals gewannen die Essener nach Elfmeterschießen.

 
 

EURE FAVORITEN