Neuer-Entscheidung ist ein Stich ins Schalke-Herz

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Gelsenkirchen.. 

Offen und ehrlich wolle er sein. Keinen Eiertanz abliefern. Und deshalb wählte Manuel Neuer gestern bewusst den unbequemen Weg nach vorne.

Er, der Ur-Königsblaue, verlässt den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 mit dem Ziel, beim FC Bayern München anzuheuern. Das ist nicht überraschend, aber ein Stich ins Herz aller Fans des Klubs.

Es ist aber auch eine schmerzliche Niederlage. Nicht für Ralf Rangnick oder Horst Heldt. Sondern für Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies und alle, die dem FC Schalke 04 eine führende Rolle im deutschen Fußball zutrauen.

Neuer tut das nicht.

Er erlebte von klein auf wie herumgewurschtelt wurde, wie Millionen verprasst wurden, wie der Verein immer wieder im Chaos versank. Und nun zieht er seine Lehren aus den vergangenen Jahren.

Dass der 25-jährige Manuel Neuer in den nächsten Spielen seinen tadellosen Charakter beweisen wird, um auf jeden Fall den DFB-Pokal zu gewinnen und in der Champions League weiter Geschichte zu schreiben, steht außer Frage. Nun ist es an den Fans und der Führungsetage, ebenfalls Größe zu zeigen.

Die Maxime muss sein: Keine Pfiffe oder Beleidigungen. Und keine überzogenen Ablöseforderungen, auch wenn die Schulden noch so drücken. Keinen Eiertanz, sondern einen würdigen Abschied.


 
 

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