Neu-Bayer Robert Lewandowski bleibt bei BVB-Rückkehr blass

Vor allem Dortmunds Sokratis machte Lewandowski im Supercup das Leben schwer.
Vor allem Dortmunds Sokratis machte Lewandowski im Supercup das Leben schwer.
Foto: dpa
Bei der 0:2-Niederlage seines neuen Arbeitgebers Bayern München gegen Borussia Dortmund hatte Robert Lewandowski einen schweren Stand. Seine Leistung passte in die schwache Gesamtvorstellung der Bayern. Immerhin: Der Stürmer wurde deutlich freundlicher empfangen als ein anderer früherer BVB-Spieler.

Dortmund.. Mitte der zweiten Halbzeit machte sich Robert Lewandowski auf den Weg: An der Mittellinie nahm er den Ball auf, lief in hohem Tempo in Richtung Strafraum und wollte dann den Ball auf den mitgelaufenen Teamkollegen durchstecken. Aber da war niemand mitgelaufen und so versandete dieser Angriff wie zuvor schon die meisten von Lewandowskis Mannschaft.

Nur einmal, kurz nach der Halbzeitpause, war der Mittelstürmer gefährlich in Erscheinung getreten: Da tauchte er frei vorm Tor auf, Mitch Langerak aber konnte seinen Schuss mit der Schulter abwehren (46.).

Sokratis nimmt Lewandowski fast komplett aus dem Spiel

Dass der polnische Nationalstürmer so wenig in Erscheinung tritt, hatten die Dortmunder Fans lange nicht erlebt. Noch nie allerdings hatten sie Lewandowski in einem anderen Trikot als dem des BVB gesehen. Im Supercup war es nun so weit, erstmals gastierte der Torschützenkönig der vergangenen Saison mit dem FC Bayern München in Dortmund - und unterlag prompt 0:2 (0:1).

"Dortmund hat heute besser gespielt, es war kein gutes Spiel von unserer Seite", haderte der Rückkehrer - der sich aber der schwachen Vorstellung seiner neuen Mitspieler weitgehend anpasste. Sein Gegenspieler Sokratis nahm ihn fast komplett aus dem Spiel. Der Grieche präsentierte sich in blendender Form, gewann in der Luft und am Boden fast jeden Zweikampf gegen Lewandowski. "Den kannte Robert nur aus dem Training", grinste BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Und da ist Papa nicht ganz so gallig."

Anders als bei Götze gibt es für Lewandowski kein Pfeifkonzert

Immerhin gestalteten sich die Nebenaspekte der Rückkehr für den Polen erfreulich, von den BVB-Fans wurde er einigermaßen freundlich empfangen - ganz anders als Mario Götze, der vor einem Jahr in den Süden gewechselt war und auch bei seinem zweiten Gastspiel in Dortmund ein gellendes Pfeifkonzert über sich ergehen lassen musste. "Das Gefühl ist ein bisschen anders", sagte Lewandowski. "Ich bin jetzt Bayern-Spieler und möchte für diese Mannschaft einfach Gas geben."

Und künftig auch wieder Spiele gewinnen. "Es war ja unser erstes Spiel", resümierte der Torjäger"Und hoffentlich der letzte Wettbewerb, in dem wir keinen Titel gewinnen."

 
 

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