Mütter ins Stadion!

Es vergeht ja kaum ein Wochenende, an dem es nicht in irgendeinem Stadion oder im Umfeld von Fußballspielen zu Ausschreitungen kommt.

Dabei handelt es sich freilich um kein reines deutsches Problem. Im Gegenteil: Im internationalen Vergleich geht es hierzulande ausgesprochen friedlich zu. Angst vor dem Stadionbesuch muss jedenfalls niemand haben.

In weiten Teilen der Welt sieht das schon anders aus. In Brasilien zum Beispiel, wo sich im Post-WM-Jahr die gewalttätigen Auseinandersetzungen verfeindeter Fangruppen häufen.

Eine ziemlich gute Idee zur Eindämmung der Gewalt hatten jetzt die Verantwortlichen des Sport Club Recife vor dem hochbrisanten Derby gegen den Nachbarn Nautico. Innerhalb weniger Tage stellten die nämlich die „Segurance Mae“ zusammen - die „Mütter-Security“. Einen Sicherheitsdienst, bestehend aus 30 Müttern besonders fanatischer Fans. Einige Stunden vor dem Anpfiff der Partie nahmen diese in ihren orangenen Westen Stellung vor den Fankurven ein und beobachteten das Geschehen. Die Annahme der Initiatoren war natürlich: Vor den Augen ihrer Mamas würden sich die Hardcore-Fans wohl kaum prügeln.

Und was soll man sagen? Tatsächlich ging der Plan auf. Bei dem Spiel blieb es absolut friedlich, die Fans beider Klubs feierten gemeinsam ein echtes Fußballfest.

Wenn sich also vor dem nächsten Revier-Derby mal wieder die Frage stellt, wie im Stadion für eine tolle Atmosphäre ohne Gewalt gesorgt werden kann, dann gilt (wie eigentlich immer im Leben): einfach Mal die Mütter fragen!

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