Mit Rückenwind in die EM-Qualifikation

Mannheim..  Mit dem Rückenwind eines erfolgreichen WM-Turniers und dem Kern des Kaders der Titelkämpfe von Katar wollen die deutschen Handballer einen neuen Coup landen. In den zwei Gruppenspielen am 29. April (18.10 Uhr) in Mannheim und 3. Mai in Leon (17 Uhr) gegen den WM-Vierten Spanien soll die Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Polen weitgehend perfekt gemacht werden.

„Wir sind bereit und haben jetzt genug Selbstvertrauen, um einen solchen Gegner zu besiegen“, sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson in Mannheim bei der Bekanntgabe seines 18-köpfigen Aufgebots. Deutschland und Spanien führen nach je zwei Siegen gegen Österreich und Finnland punktgleich mit 4:0-Zählern die Tabelle der Qualifikationsgruppe 7 an. Die zwei Gruppenersten qualifizieren sich für die kontinentalen Titelkämpfe im kommenden Januar.

18-köpfiges Aufgebot

Für die vorentscheidenden Duelle gegen den zweimaligen Weltmeister um Platz eins in der Vierergruppe sowie das vorgeschaltete Test-Länderspiel gegen die Schweiz am 26. April (15.30 Uhr) in Trier nominierte Sigurdsson 13 Spieler, die in Doha WM-Rang sieben erreicht hatten. Zudem berief er die Rückkehrer Finn Lemke (Lemgo), Simon Ernst (Gummersbach) und Fabian Wiede (Berlin). Das 18-köpfige Aufgebot komplettieren die Neulinge Niclas Pieczkowski (Nettelstedt-Lübbecke) und Ole Rahmel (Erlangen).

Um gegen die Spanier zu bestehen, die Sigurdsson als „sehr starke Mannschaft“ und „absolutes Spitzenteam“ bezeichnete, sei wie bei der WM eine erfolgreiche Abwehrarbeit Voraussetzung. Im Angriff hat Sigurdsson aber noch erhebliches Verbesserungspotenzial ausgemacht. Er hätte sich in Katar „mehr Druck von der zweiten Reihe gewünscht“, sagte der Isländer. Diesen Druck erhofft sich Sigurdsson durch die fünf Neuen.

Vor allem auf Finn Lemke setzt der Bundestrainer Hoffnungen. Der 2,10-Meter-Hüne hatte die WM wegen eines Mittelhandbruchs verpasst. „Er kann uns helfen, dass wir eine andere Waffe haben“, sagte Sigurdsson. Für die beiden U20-Europameister Simon Ernst und Fabian Wiede sei die WM dagegen noch zu früh gekommen. „Wir meinen, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt für sie ist, um einzusteigen“, sagte Sigurdsson.

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