Millionen „verschwunden“

Madrid..  Im spanischen Fußball verdichten sich die Anzeichen, dass es in der vorigen Saison im Abstiegskampf der Primera Division nicht mit rechten Dingen zuging. Die Vereinsführung von CA Osasuna erstattete vor einem Gericht Anzeige, weil 2,4 Millionen Euro von den Konten des Klubs „verschwunden“ seien. Es gebe keine Belege dafür, wozu die Summe ausgegeben worden sei, teilte der Verein am Donnerstag mit.

Ein früherer Geschäftsführer von CA Osasuna hatte ausgesagt, die damalige Klubführung habe versucht, den Ausgang von Spielen im Kampf gegen den Abstieg zu manipulieren. Im Mittelpunkt der Affäre stehen drei Spiele am 37. und 38. Spieltag der vorigen Saison: Espanyol Barcelona gegen Osasuna (1:1), Betis Sevilla gegen Real Valladolid (4:3) und Osasuna gegen Betis (2:1). Wegen des ersten Spiels hatte die Staatsanwaltschaft bereits Ermittlungen eingeleitet.

Prozess gegen 41 Profis

Die spanische Justiz ermittelt auch wegen einer möglichen Manipulation des Spiels UD Levante gegen Real Saragossa (1:2) im Mai 2011. Die Staatsanwaltschaft will insgesamt 41 Profis und Funktionären den Prozess machen. Dazu gehört Saragossas damaliger Trainer Javier Aguirre. Der Mexikaner stand in der vorigen Saison bei Espanyol unter Vertrag.

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