Manager Block zehn Jahre gesperrt

Colorado Springs (SID) - Der amerikanische Leichtathletik-Manager Mark Block wurde wegen Drogenhandels für zehn Jahre gesperrt. Laut der US-Anti-Doping-Agentur USADA kam ein unabhängiges Schiedsgericht zur Überzeugung, dass der in den Balco-Skandal verwickelte Ehemann der früheren 100- und 200-m-Weltmeisterin Schanna Pintusewitsch-Block (Ukraine) nicht nur seine Frau mit unerlaubten Substanzen versorgt haben soll, sondern weitere Stars der Szene. Womöglich auch Weltklasse-Sprinterin Carmelita Jeter (USA), Siebenkampf-Olympiasiegerin Nataliya Dobrynska (Ukraine) und den früheren kanadischen Sprint-Olympiasieger und -Weltmeister Donovan Bailey, die Block auf seiner Website zu den Klienten zählte.

Das dreiköpfige Schiedsgericht sah es als erwiesen an, dass Block mit seiner Agentur "Total Sports Management" in den Balco-Dopingskandal verwickelt war, dass er Dopingmittel wie die Designerdroge THG gehandelt und weiterverbreitet hat. Dazu gehörten auch die in der Szene als "the cream" und "the clear" bekannt gewordenen Mittel.

In der Urteilsbegründung wird Ehefrau und Ex-Sprint-Weltmeisterin Zhanna Block (Ukraine) namentlich mit Balco und den Doping-Machenschaften in Verbindung gebracht. Der Manager selbst hat offenbar versucht, die Justiz zu täuschen, was seine Verbindung zum Balco-Labor und dessen später zu einer Haftstrafe verurteilten Gründer Victor Conte angeht. Es sei bewiesen, dass Block seiner Frau verbotene Substanzen aus dem Balco-Labor organisiert habe.

Pintussewitsch, mit der er seit 12 Jahren verheiratet ist, gewann bei der WM 1997 in Athen das 200-m-Finale und 2001 in Edmonton/Kanada mit der Steigerung auf 10,82 auch die 100m.

Als "Signal an alle, die für Sportler Verantwortung tragen" bezeichnete Nick Davies als Sprecher des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF die zehnjährige Sperre. "Es ist eine wichtige Entscheidung für unseren Sport und bestätigt das Engagement unseres Verbandes zur Fortsetzung des Anti-Doping-Kampfes auch gegen diejenigen, die Athleten beraten und zu ihrem Umfeld gehören", meinte Davies, designierter IAAF-Generalsekretär.

Block kann das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne anfechten.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen