Vom Hallenparkett auf die Planken

Witten..  Über das Drachenbootrennen zu schreiben ist eine Sache - daran teilzunehmen eine ganz andere. Das musste WAZ-Mitarbeiter Fabian Bödecker feststellen, der an diesem Wochenende den Selbstversuch startete und zum ersten Mal in einem Boot saß.

Vor einigen Monaten war in meinem Handballverein HSG Annen-Rüdinghausen die Idee aufgekommen, gemeinsam mit der Herren- und der Damenmannschaft an den „Days of Thunder“ teilzunehmen. Bisher war ich immer nur als Zuschauer oder Berichterstatter vor Ort gewesen, also musste ich bei meiner Zusage nicht lange überlegen. Vor dem ersten Rennen war mir dann aber doch etwas mulmig zumute, schließlich hatte ich die angesetzte Trainingseinheit leider nicht wahrnehmen können und noch nie wirklich viel Zeit in einem Boot - welcher Art auch immer - verbracht. So fand ich mich wohl nicht ohne Grund in der letzten Reihe wieder. Wirklich viel gelingen wollte mir zu Beginn noch nicht, zu oft kam ich aus dem Takt. Auch die richtige Technik bereitete mir noch einige Probleme. Am Ende reichte es nur zu Rang drei.

Doch meine Teamkapitänin Lisa hatte wohl so etwas wie Potenzial erkannt und beorderte mich für die nächsten Rennen in Reihe zwei. „Wenn du dir keine Mühe gibst, trete ich dir in den Hintern“, schickte sie freundlicherweise auch noch hinterher. Es folgten zwei zweite Plätze und mit jedem Meter wurde unsere Formation homogener und besser. Auf und neben dem Wasser wuchsen wir mehr und mehr als Einheit zusammen. Spaß und Geselligkeit wurde vor allem auf dem Zeltplatz ganz groß geschrieben.

Unser eigentliches Highlight folgte dann am Sonntag. In unserem letzten Vorrundenlauf fuhren wir dann souverän zum Sieg - für den Einzug in die Endrunde reichte es jedoch trotzdem nicht. Da hatten andere Mannschaften doch noch deutlich die Nase vorne. Doch bereits jetzt steht fest, im nächsten Jahr ist die „junge HSG“ wieder mit von der Partie. Dann soll es für uns weiter nach vorne gehen. . .

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