Virus kennt kein Pardon

Motiviert bis in die gefärbten Haarspitzen: Das A-Team des Ruhrtanzclubs Witten wollte beim eigenen Turnier in der Husemannhalle zumindest Rang fünf erreichen - doch personell geschwächt wurde es Platz sechs.
Motiviert bis in die gefärbten Haarspitzen: Das A-Team des Ruhrtanzclubs Witten wollte beim eigenen Turnier in der Husemannhalle zumindest Rang fünf erreichen - doch personell geschwächt wurde es Platz sechs.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Witten.. Auch wenn das Drumherum nicht besser hätte sein können - „am Samstag war leider bei uns irgendwie der Wurm drin“, bekannte Trainerin Marion Kegenhoff, nachdem die A-Formation des Ruhrtanzclubs beim Oberliga-Turnier am Samstagabend in der Husemann-Sporthalle arg dezimiert nur den sechsten Platz belegt hatte. Der Sieg ging an die TSG Neuss (C).

Prall gefüllt wie schon beim Lateinturnier im Vorjahr war Wittens gute Stube in Sachen Sport - „viele Freunde, Eltern und Bekannte unserer Mannschaft waren da“, so Kegenhoff. Verständlich, dass sich das Wittener A-Team da von seiner besten Seite zeigen wollte. Doch die Sterne standen offenbar ungünstig für die Schützlinge von Marion Kegenhoff und Christiane Römer: Ein Magen-Darm-Virus ging um und schlug gnadenlos zu - erst fiel vorab schon Patrick Kleinicke aus, so dass die Wittener (in Ermangelung eines Ersatztänzers) lediglich mit sieben statt der gewohnten acht Paare antreten mussten.

Kein Wunder, dass da die Harmonie auf der Tanzfläche Dellen bekam - „die einzelnen Bilder sind eben dann nicht mehr so gut zu stellen“, verdeutlicht Kegenhoff das Problem, das auch den Wertungsrichtern nicht verborgen blieb - so landete das A-Team des RTC erstmals nur im „kleinen Finale“ an der Seite des Tabellenletzten UTC Münster. Damit nicht genug, strich auch Kevin Chwalek (ebenfalls vom Virus gepackt, aber in der Vorrunde noch so eben einsatzfähig) endgültig die Segel. Konsequenz: Wittens Formation wurde weiter dezimiert, hatte nur noch sechs Paare aufzubieten. Immerhin trieb das lautstark anfeuernde Publikum die RTC-Mannschaft nach vorne, holte das letzte Fitzelchen Motivation aus dem A-Team heraus - so reichte es zumindest noch zu Rang sechs vor den Münsteranern. Im Gesamtklassement bleibt der Ruhrtanzclub vor dem letzten Turnier in Bochum (10. April) Fünfter. „Sowas ist natürlich unheimlich schade. Die Mannschaft hat zuletzt toll trainiert, sich noch einmal gesteigert - aber diese Lücken sind halt nicht aufzufangen. Am Ende haben wir uns gesagt: Jetzt erst recht - ohne Blick auf die Platzierung.“

 
 

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