Verschärftes Programm für Liga drei

Die A-Formation des Ruhrtanzclubs hat den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Am Sonntag steigt nun das erste Turnier in der Bochumer Rundsporthalle.
Die A-Formation des Ruhrtanzclubs hat den Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Am Sonntag steigt nun das erste Turnier in der Bochumer Rundsporthalle.
Foto: Oliver Schinkewitz

Witten.  Noch einmal Vollgas, ehe die neue Saison losgeht. Immer und immer wieder werden Durchgänge geprobt - bis die Choreographie frei ist von groben Fehlern. Reif sein für die Regionalliga, das will das A-Team des Ruhrtanzclubs Witten. Als Nachrücker in die dritthöchste Startklasse hochgerutscht, peilt die Formation nun zumindest einen Mittelplatz an. Am Sonntag (14.30 Uhr) in Bochum gilt’s.

Kurze Wege zum Saisonstart: In der Rundsporthalle, direkt neben dem VfL-Stadion, zeigen die Regionalliga-Formationen am kommenden Sonntag erstmals ihre jeweils rund sechsminütigen Choreographien. Bei einer der letzten Einheiten in der Sporthalle der Oberbergschule stellt sich Trainer Tobias Jasinski (28) vor sein Team, spricht mit ruhigem, aber bestimmtem Ton auf die acht Paare ein: „Die ganze Energie mitnehmen, Kampfgeist zeigen - ihr müsst ruhig sein, aber trotzdem energiegeladen tanzen. Wie eine Dampfwalze müsst ihr nach vorn rollen - aber trotzdem kontrolliert.“ Was der Trainer, selbst jahrelang erfolgreicher Bundesliga-Tänzer, dem RTC-Ensemble ebenso wie Mario Kegenhoff einzubläuen versucht, müssen die Paare aufs Parkett bringen. Möglichst fehlerfrei, möglichst ausdrucksstark.

„Dann haben wir eine gute Chance, in der Regionalliga zu bestehen“, sagt Jasinski. Er selbst glaubt an seine Mannschaft, sieht sie „gegenüber der letzten Saison deutlich gereift, klar weiterentwickelt“. Immerhin gilt es nun, in der nationalen Drittklassigkeit zu bestehen. Genau dort wollten die Wittener hin - und als erster Nachrücker haben sie es schließlich geschafft.

„Tänzerisch ist unser Programm deutlich anspruchsvoller geworden“, sagt Julia Hartmann (19), die seit vier Jahren zum Kader des A-Teams gehört. „Durch den Aufstieg wurde die Choreographie angepasst, noch weiter verschärft“, erklärt sie, die gemeinsam mit Rückkehrer Joel Schüssler, den die Trainer erst während der Vorbereitung zu einem Comeback überreden mussten, eines der acht Paare auf der Tanzfläche bildet.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist top - alle freuen sich riesig auf das erste Turnier. Wir wollen irgendwo im guten Mittelfeld landen. Der vierte Platz wäre ein Traum“, sagt Julia Hartmann. Rund 80-mal hat das Wittener A-Team die Choreographie zum bewährten Musik-Thema „Cinemotion“ nun im Training vertanzt, ist dabei zunehmend sicherer geworden. „Ich bin sehr zuversichtlich, was das Turnier am Sonntag angeht“, sagt Trainerin Marion Kegenhoff und lobt das Engagement ihrer Schützlinge.

Einziger Nachteil des Ruhrtanzclubs: Diesmal gibt’s kein eigenes Turnier in der Husemann-Sporthalle. Doch mit guten Resultaten auch in der Fremde wollen die RTC-Lateiner dieses Manko wettmachen. Der Grundstein wird am Sonntag gelegt.

Das A-Team des RTC: Felix Fiebig, Sabine Held, Kirsten Bormann, Simon Pelzer, Pia Münstermann, Kevin Chwalek, Joel Schüssler, Marcel Schwarz, Nadja Kruse, Daniel Hartmann, Jana Glowka, Sarah Korzak, Fabian Schrader, Anika Hemmersbach, Malte Bischoff; Alina Steffen, Janet Jakubowski, Stefan Richthofer, Sarah Nussbaum, Lea Pfeifer, Patrick Chwalek.

 
 

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