TuRa wird in Witten wieder wahrgenommen

Von Staffelleiter Gerd Halbherr (re.) hat der verletzte TuRa-Kapitän Kevin Mohar nach Spielschluss die Meisterurkunde entgegengenommen.
Von Staffelleiter Gerd Halbherr (re.) hat der verletzte TuRa-Kapitän Kevin Mohar nach Spielschluss die Meisterurkunde entgegengenommen.
Foto: Funke Foto Services
Rüdinghausens Sportlicher Leiter Uli Sieweke spricht nach dem Aufstieg über Mannschaft, Trainer und die Perspektive in der Kreisliga A

Witten..  In zwei oder drei Jahren, so lautete der Plan im vergangenen Sommer, wollte es TuRa Rüdinghausen zurück in die Kreisliga A schaffen. Seit Sonntag steht fest: Es klappte bereits im ersten Anlauf. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Marcel Kling zieht der Sportliche Leiter Uli Sieweke (47) Bilanz.

Sie haben mit TuRa schon viele Erfolge gefeiert. Wo ordnen Sie den Aufstieg in die Kreisliga A ein?

Den ordne ich sehr hoch ein. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Stadtmeister-Titel und Aufstieg im ersten Jahr, nachdem wir hier ein paar Dinge angeschoben haben, das ist schon eine tolle Leistung.

Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe für diesen Erfolg.

Zunächst einmal haben wir mit Jan Kastel den für TuRa Rüdinghausen besten Trainer. Er geht wie kein zweiter auf die Jungs ein. Das beste Beispiel ist doch Andree Jungk. Der Jan hat ihm alle Freiheiten eingeräumt – und er hat es mit seinen Toren zurückbezahlt. Jan Kastel und ich haben auch ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Im Winter musste ich allerdings kurz überlegen, ob ich ihn entlasse, weil wir kein Hallenstadtmeister geworden sind (lacht).

Wer waren die Erfolgsgaranten auf dem Feld?

Das waren alle. Das ist eine super Truppe, in der es auch menschlich passt. Stefan Lohrmann hat mit der Mannschaft, die er zusammengestellt hat, sehr gute Vorarbeit geleistet. Da fehlten nur ein paar Ergänzungen. Die Neuzugänge haben dann einfach gepasst. Ich glaube, die haben ungefähr 70 Tore in dieser Saison erzielt. Hervorheben muss ich Markus Sohlenkamp. Seine Verpflichtung im Winter war ganz wichtig, weil er gleich eine Führungsrolle übernommen hat.

Wie wichtig ist dieser Aufstieg für den Verein?

Wenn man sieht, was bei unseren Heimspielen los war – da kamen teilweise 200 oder 300 Zuschauer in der Kreisliga B. Das ist super. In der kommenden Saison haben wir noch mehr Derbys und TuRa wird dadurch in Witten wieder mehr wahrgenommen. Wir freuen uns, dass wir wieder gegen Stockum, Annen oder Ruhrtal spielen. Dann dürfte es noch voller werden. Schade, dass wir nicht mehr gegen die Sportfreunde Schnee spielen.

Die Rivalität zum Nachbarn auf dem Schnee ist schon sehr bemerkenswert.

Ich will nur so viel sagen: Wir sind Erster, die sind Sechster – mit 20 Punkten Rückstand. Von mir aus können die ihren Derbysieg feiern wie sie wollen. Trotzdem spielt Schnee noch 350 Jahre in der Kreisliga B.

Und wie geht es in Rüdinghausen weiter?

Wir hoffen auf eine sorgenfreie Saison und wollen uns im Mittelfeld der Kreisliga A platzieren. Ich denke, dass das realistisch ist. Darüber hinaus wollen wir unseren Nachwuchs weiter verbessern. Über kurz oder lang wollen wir wieder aus unserer eigenen Jugend schöpfen. Dafür muss aber noch einiges getan werden.

 
 

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