TuRa schafft das Meisterstück

Nach dem Abpfiff war in Bochum kein Halten mehr. Auch im Feiern war TuRa
Nach dem Abpfiff war in Bochum kein Halten mehr. Auch im Feiern war TuRa
Foto: Thomas Nitsche / Funke Foto Services
4:0-Erfolg beim SuS Wilhelmshöhe beschert den „Mellmausländern“ die Rückkehr in die Kreisliga A. Verdienter Sieg im Spitzenspiel

Bochum.. SuS Wilhelmshöhe -
TuRa Rüdinghausen 0:4 (0:0)

Torfolge: 0:1 Jungk (48.), 0:2 Schwartz (72.), 0:3 J. Harbecke (79.), 0:4 Schmitz (81.).

Die Fußballer von TuRa Rüdinghausen haben sich ihren Meistertitel nicht mehr nehmen lassen. Im hochspannenden Saisonfinale der B-Kreisliga gewannen die „Mellmausländer“ mit 4:0 (0:0) beim direkten Konkurrenten SuS Wilhelmshöhe. Bei der Mannschaft um Trainer Jan Kastel knallten am Sonntag folglich die Sektkorken - für die Wittener geht es nun nämlich zurück in die Kreisliga A.

2009 ist TuRa zuletzt in dieser Spielklasse angetreten, konnte anschließend auch den Fall in die C-Liga nicht mehr verhindern. Dass die Rüdinghauser jetzt eine derart starke Saison mit nicht weniger als 124 Treffern gezeigt haben, sei ein Produkt des „jungen Schwungs“, meint Stefan Lohrmann. Der Sportliche Leiter hatte gemeinsam mit Uli Sieweke wohl das richtige Gespür, lockte im letzten Sommer den Stockumer Trainer Jan Kastel an die Brunebecker Straße, der spielstarke Kicker wie Andree Jungk, Kevin Mohar oder Nicky Schmitz mitbrachte. „Es war die richtige Entscheidung, mit Jan neue Wege zu gehen“, freut sich Lohrmann.

Dabei verlief selbst TuRas Erfolgsserie nicht ohne einen gefährlichen Durchhänger. Im April noch wirkte Kastel nach drei Niederlagen in Folge ziemlich ratlos. „Die Saison hatten wir fast schon abgehakt“, erinnert sich auch dessen „Co“ Nicky Schmitz. Doch die Wittener hatten großes Glück, erhielten nachträglich drei Punkte gegen den AFC Bochum gutgeschrieben und verloren fortan kein einziges Spiel mehr. „Jeder hat mal ein paar schlechte Wochen. Umso überragender ist es, wie wir zurückgekommen sind“, lobt Kastel die Moral seiner Elf.

Fehlte am Sonntag also nur noch der 21. Saisonsieg - ausgerechnet beim ebenfalls wiedererstarkten SuS Wilhelmshöhe, der die technisch versierten TuRaner auf seinem tiefen Rasenplatz empfing. Ein echtes Spitzenspiel wurde es trotzdem nicht. Die Bochumer Gastgeber brachten es in 90. Minuten auf nicht einen einzigen gefährlichen Torschuss. Allein was die Körpersprache betraf, diktierte Rüdinghausen ohne Wenn und Aber.

Der erlösende erste Treffer ließ dennoch auf sich warten, weil TuRa nach einer guten Anfangsphase ziemlich nervös zu Werke ging.

Äußerst wichtig war daher die Führung drei Minuten nach Wiederanpfiff. Andree Jungks Freistoß tickte im Strafraum auf, Sebastian Schwartz verpasste, aber der Ball flog trotzdem ins obere rechte Eck - 1:0. Nachdem SuS-Stürmer Daniel Kaufmann dann „Gelb-Rot“ (55.) gesehen hatte, spielte es sich für die Rüdinghauser immer einfacher.

Schwartz traf erst den Pfosten, erhöhte zwei Minuten später aber im Nachsetzen auf 2:0 (72.). Und für die endgültige Entscheidung sorgten schließlich Julian Harbecke (79.) und Nicky Schmitz (81.), die jeweils nach langen Bällen der Bochumer Abwehr enteilten und vor dem Tor kaltschnäuzig waren.

Für TuRa geht es also zurück in die höchste Kreisliga, mit einem jungen Kader, der gerade defensiv noch etwas verstärkt werden soll. „Bei uns macht’s wirklich die Mischung, außerdem hat die Mannschaft eine Super-Einstellung“, ist Kastel stolz auf die „rundum gelungene Saison“. Klar, dass man in der nächsten Spielzeit erst einmal ankommen möchte. „Aber Bange machen wir uns nicht“, meint Kastel.

 
 

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