TSV übernimmt die Spitze

Drin ist der Ball: Der Türkische SV (in orangefarbener Spielkleidung) feiert seinen 5:1-Torschützen Stavros Pechlivanis.
Drin ist der Ball: Der Türkische SV (in orangefarbener Spielkleidung) feiert seinen 5:1-Torschützen Stavros Pechlivanis.
Foto: Barbara Zabka
Kirdar-Elf nach 7:4-Derbysieg über SV Herbede III vorerst neuer Tabellenführer. TuRa mit glanzlosem Kanterssieg über Concordia.

Witten..  Ein Heimsieg inklusive sieben Treffern war TuRa-Coach Jan Kastel am Wochenende nicht genug. Die Rüdinghauser schickten Concordia Wiemelhausen III zwar mit einer 2:7-Klatsche auf die Heimreise, spielerisch sei man jedoch einiges schuldig geblieben. „Wir sind gerade in einem kleinen Loch, aber da kommen wir schon wieder raus“, gibt sich Kastel zuversichtlich. Zumal TuRa mit einem Erfolg im Nachholspiel gegen Schlusslicht AFC Bochum Tabellenführer werden kann.

Der nächste reguläre Gegner der Rüdinghauser wusste am Sonntag indes schon einmal zu überzeugen. Ersatzgeschwächt holten die Sportfreunde Schnee ein 2:2 (1:1)-Remis beim SuS Wilhelmshöhe.

Und für die größte Meldung sorgte der Türkische SV. Mit einem 7:4 (4:1)-Derbysieg über den SV Herbede III ging es für die Kirdar-Elf vorerst an die Tabellenspitze (punktgleich mit Wilhelmshöhe).


Die Spiele im Überblick:

TuRa Rüdinghausen - Conc. Wiemelhausen III 7:2 (2:2) Torfolge: 0:1 Eigentor (3.), 1:1, 2:1 Schmitz (16., 19.), 2:2 (32.), 3:2 Schwartz (54.), 4:2, 5:2 Jungk (78., 85.), 6:2 Schwartz (88.), 7:2 Jungk (90.).

TuRa konnte seinen Coach Jan Kastel trotz eines 7:2-Erfolges nicht zufriedenstellen: „Das war spielerisch leider wieder eine Katastrophe, momentan sind wir in einem kleinen Loch.“ Da passte es anfangs ins Bild, dass Rüdinghausen nach einem Eigentor von Fabian Kordel früh in Rückstand geriet (3.). Nicky Schmitz drehte die Partie in TuRas bester Phase dann aber schnell wieder auf 2:1, ehe Wiemelhausen vor der Pause das 2:2 (32.) gelang. „Concordia hat teilweise richtig viel Druck gemacht und gut auf unser Tor gespielt“, berichtete Kastel. „Aber wir haben nun mal individuelle Klasse und sind vorne enorm effektiv.“ So nutzte Sebastian Schwartz nach der Pause eine Chance prompt zum 3:2 (54.). Und als Wiemelhausen nach einigen erfolglosen Anläufen nachließ, machte es TuRa schließlich deutlich. Andree Jungk „netzte“ zweimal in Folge, um nach Sebastian Schwartz’ 6:2 (88.) auch noch das 7:2 zu erzielen. Nun gelte es für TuRa, sich angemessen auf das Derby gegen die Sportfreunde Schnee vorzubereiten. „Der Zeitpunkt für dieses Spiel ist optimal, im Training sollte dann endlich wieder das nötige Feuer drin sein“, freut sich Kastel auf den Vergleich.

CF Kurdistan BO - SV Bommern 05 II 2:1 (1:0) Torfolge: 1:0 (30.), 2:0 (66.), 2:1 Uhde (87.).

„Ich bin immer noch sprachlos, das war heute leider Not gegen Elend“, ärgerte sich Spielertrainer Tim Lewerinhaus über Bommerns maue Vorstellung beim 1:2 in Bochum. Die Wittener gingen mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit und kassierten in der 65. Minute das 0:2. Stephan Uhde konnte somit kurz vor Schluss nur noch auf 1:2 verkürzen. „Wir waren einfach nicht auf der Höhe und haben uns letztlich keine großen Chancen herausgespielt“, versuchte Leweringhaus die Auswärtspleite zu erklären.

SuS Wilhelmshöhe - SF Schnee 2:2 (1:1) Torfolge: 1:0 (23., FE), 1:1 Zengerle (41.), 2:1 Eigentor (59.), 2:2 Guth (88.).

Die Sportfreunde verkauften sich in Wilhelmshöhe teuer – und das, obwohl Schnee beim Bis-dato-Tabellenführer abermals stark ersatzgeschwächt antrat. Den 0:1-Rückstand vom Elfmeterpunkt glich Eike Zengerle im Nachsetzen aus (41.), ehe Benjamin Bargenquast in der zweiten Halbzeit ein Eingentor unterlief – 1:2 (59.). „Wir hatten Wilhelmshöhe aber spielerisch im Griff, taktisch hat die Mannschaft das überragend gemacht“, lobte Schnees Trainer Boris Decker. Verdientermaßen gelang Philipp Guth dann zwei Minuten vor Schluss der Ausgleich, nach dem die Gastgeber sogar noch zwei Platzverweise kassierten. „Klar war das ein spätes Tor für uns, aber insgesamt wäre ganz sicher auch ein Sieg möglich gewesen“, urteilte Decker. Man sei mittlerweile „endlich wieder ein Team“ geworden.

SC Werne 2002 - TuS Heven III 2:1 (0:1) Torfolge: 0:1 Friedrich (13.), 1:1 (79.), 2:1 (82., FE).

Hevens Drittvertretung musste am Sonntag wieder den einen oder anderen Spieler an die A-Kreisliga-Mannschaft abgegeben, zudem sah Trainer Frank Röber im Spiel gegen Werne einige unglückliche Schiedsrichterpfiffe. Nach Andreas Friedrichs 1:0 (13.) kamen die Gastgeber nämlich kaum vor das Hevener Tor, um in der 79. Minute dann aus heiterem Himmel den Ausgleich zu landen. „Das war leider ein klares Abseitstor“, monierte Röber. Kurz darauf setzte es obendrein Wernes 2:1 „vom Punkt“. Andreas Friedrich bugsierte den Ball anschließend zwar noch einmal in die Maschen – aber diesmal entschied der Unparteiische auf Abseits. „Da war für uns heute schlicht und ergreifend mehr drin“, haderte Röber.

Türkischer SV - SV Herbede III 7:4 (4:1) Torfolge: 1:0 Deniz (3.), 2:0, 3:0 Kirdar (6., 8.), 4:0 Gülsever (12.), 4:1 Krepstakies (31.), 5:1 Pechlivanis (60.), 6:1, 7:1 Cifci (65., 69.), 7:2 Berger (72.), 7:3 Igel (80.), 7:4 Khodr (84.).

Der TSV hatte es im Derby eilig, sorgte bereits in den ersten zwölf Minuten für klare Verhältnisse. Ismail Deniz eröffnete in der 3. Minute den Torreigen, gefolgt von Spielertrainer Celil Kirdar (2) und Spielmacher Serkan Gülsever, die gemeinsam auf 4:0 erhöhten. „Das waren vier individuelle Fehler, danach wurde es für uns natürlich enorm schwierig“, erzählte Herbedes Coach Michael Jasmund. Die Gäste kamen dank Luka Krepstakies (31.) zwar noch vor der Pause auf 1:4 heran, allerdings blieb ein weiterer SVH-Treffer vorerst aus. Stattdessen hatte der TSV auch in Hälfte zwei eine starke Anfangsphase und zeigte sich ebenso treffsicher: Stavros Pechlivanis legte das 5:1 nach (60.), woraus Fatih Cifci bis zur 69. Minute ein 7:1 machte. Weil bei den Hausherren fortan die Konzentration nachließ, gehörten die anschließenden Minuten den Gästen. Marcel Berger, Yannik Igel und Hussein Khodr konnten das Ergebnis mit drei Toren noch etwas korrigieren. „Es ist einfach frustrierend, dass wir mit unserem üblichen Kader garantiert nicht so deutlich verloren hätten“, ärgerte sich SVH-Trainer Jasmund. TSV-Coach Celil Kirdar mahnte unterdessen zur Ruhe: „Wir müssen trotz der Tabellenführung weiter von Spiel zu Spiel denken. Wir haben alles in eigener Hand.“

 
 

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