Torfestival bei Wittener Vereinen

War am Ende ein wichtiger Faktor, dass die Herbeder drei Punkte am Stausee behalten haben: Christian Köhn (re.) im Duell mit TSV-Außenverteidiger Ufuk Canli (li.).
War am Ende ein wichtiger Faktor, dass die Herbeder drei Punkte am Stausee behalten haben: Christian Köhn (re.) im Duell mit TSV-Außenverteidiger Ufuk Canli (li.).
Foto: FUNKE Foto Services
Mit 4:0 setzte sich die Reserve des SV Herbede im Stadtderby gegen den Türkischen SV durch. Marcel Philipp mit Viererpack gegen Langendreer 07.

Herbede.. SV Herbede II -
Türkischer SV 4:0 (0:0)

Torfolge: 1:0, 2:0 Pöstgens (50., 75.), 3:0 Kurtboz (85.), 4:0 Marzok (88.).

Mit 4:0 (0:0) setzte sich der SV Herbede II gegen den abstiegsbedrohten Lokalrivalen Türkischer SV durch. Die Tore für die Stausee-Kicker erzielten Nino Pöstgens (2), Serkan Kurtboz und Michael Marzok.

Die Rollenverteilung war bereits vor der Partie klar geregelt. Der SVHII, als Aufstiegsanwärter, gegen den Türkischen SV, der ganz tief im Tabellenkeller festsitzt. Dabei hatte die Elf von Co-Trainer Ahmet Kücük etwas wieder gut zumachen. Letzte Woche trat man gegen den TuS Kaltehardt erst gar nicht an, da man zu wenig Leute zur Verfügung hatte. „Wir haben momentan erhebliche Personalsorgen“, so Kücük. Nichtsdestotrotz bot seine Mannschaft der Zybon-Elf in den ersten 45 Minuten gut Paroli. Die Herbeder mussten sich bei Schlussmann Adnan El-Mohamad bedanken, dass man nicht in Rückstand geriet. „Nach einer gezielten, aber nicht lauten Ansprache in der Halbzeit, sind wir endlich aufgewacht und haben es besser gemacht. Da waren teilweise einfach viel zu viele Abspielfehler“, so Herbedes Trainer Markus Zybon. In der Tat kippten die Spielanteile und man ging folgerichtig, begünstigt durch Abstimmungsprobleme in der Hintermannschaft des TSV, mit 1:0 durch Nino Pöstgens in Führung (50.). Auch beim 2:0 war Pöstgens der „Vollstrecker“. Nach klasse Flanke des „rehabilitierten“ Serkan Kurtboz stand der Torjäger am zweiten Pfosten goldrichtig (75.). Kurtboz, der aus persönlichen Gründen nicht mehr für die Landesliga-Truppe aufläuft, erhöhte kurz vor Ende auf 3:0 (85.), ehe Michael Marzok den Deckel endgültig drauf setzte - 4:0 (88.). Für TSV-Coach Kücük war es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir haben den Herbedern das Leben schwer gemacht. Von der Einstellung war das die ersten 60 Minuten richtig gut, was wir abgeliefert haben. Das wir endlich mal ein Erfolgserlebnis brauchen, um aus dem Keller rauszukommen, ist allen klar. Aber wir sind auf dem richtigen Weg, obwohl es das Ergebnis nicht widerspiegelt.“ Auch Zybon zollte der Leistung des TSV Respekt: „Die Türken haben uns 70 Minuten lang vor Probleme gestellt und hatten die ein oder andere gute Torchance, um selbst in Führung zu gehen. Das wir dann ein paar Gänge zugelegt haben und unsere Tore gemacht haben, war verdient.“ Für den TSV geht es nächste Woche gegen RW Stiepel, wo die Kücük-Elf punkten muss, während der SVHII zum Spitzenspiel zu Ligaprimus TuS Kaltehardt fährt.

DJK TuS Ruhrtal - BV Langendreer 07 5:3 (2:0). Mit einem 5:3-Erfolg gegen BV Langendreer 07 gelang es der DJK TuS Ruhrtal, drei Punkte zu Hause zu behalten. Marcel Philipp erzielte dabei vier Tore und avancierte zum „Matchwinner“. Den Schlusspunkt setzte Marcel Kuhn.

Dabei bekamen die Ruhrtaler gleich zwei Elfmeter gegen sich. Den ersten entschärfte Schlussmann Sven Radowsky noch, beim zweiten war er aber chancenlos. Trainer Michael Ruhl war am Ende mit der Chancenauswertung nicht zufrieden: „Wir waren drückend überlegen, und der Gegner macht aus vier Chancen drei Tore. Ich bin zwar mit den drei Punkten zufrieden, aber normalerweise muss das Spiel zweistellig für uns ausgehen. Was wir nachher an Chancen liegen gelassen haben, das war schon nicht mehr feierlich. Da müssen wir konsequent dran arbeiten.“

Torfolge: 1:0, 2:0 Philipp (18., 35.), 2:1 (47. FE), 3:1 Philipp (57.), 3:2 (66.), 3:3 (67.), 4:3 Philipp (78.), 5:3 Kuhn (86.).


SC Weitmar 45 II - TuS Heven II 5:0 (2:0). Klar und deutlich musste sich die Zweitvertretung des TuS Heven gegen SC Weitmar 45 II mit 0:5 geschlagen geben und setzt damit den positiven Trend der letzten Wochen nicht fort.

Für Trainer David Ebner war schnell klar, woran es lag: „Heute waren von Nummer eins bis 15 alle ein Totalausfall. Wir haben zwar versucht, uns aufzubäumen, aber es hat nichts gebracht.“ Dabei waren die Möglichkeiten da, das Spiel positiv zu gestalten. Die besten Chancen vergaben dabei Tolga Ismail und Sinan Sari, die alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchten. „Gehen die Dinger ‘rein, sieht es vielleicht ganz anders aus“, so Ebner. Verstärkung gab es dabei aus der A-Jugend des TuS Heven. Marc Meier und Nils Obermeier durften Senioren-Luft schnuppern. „Die Jungs haben alles gegeben, aber sie konnten die Niederlage nicht verhindern. Für uns geht es darum, so schnell es geht die Klasse zu halten“, meinte Ebner.

Torfolge: 1:0 (20.), 2:0 (28.), 3:0 (54.), 4:0 (69.), 5:0 (90.).

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